17 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Mit Kontinuität zur Partnerschaft

Kronshagen Mit Kontinuität zur Partnerschaft

Partnerschaften brauchen Kontinuität: In der Beziehung zwischen Kronshagen und der ugandischen Gemeinde Bushenyi/Ishaka ist sie jetzt gegeben. Bei den Bürgermeister-Wahlen in dem ostafrikanischen Land siegte der unabhängige Amtsinhaber Jackson Kamugasha haushoch.

Voriger Artikel
Petra Paulsen will Bürgermeisterin werden
Nächster Artikel
Der fliegende Rostschutz

Aids ist in Uganda weit verbreitet: Mit Tanz und Drama bewältigen trauernde Frauen in Rukararwe gemeinsam schwere Lebenskrisen.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Kontinuität gibt es auch in Rukararwe: Das Entwicklungshilfezentrum besteht seit 30 Jahren.

 „Das ist das, was wir uns gewünscht haben“, sagt Andrea Linfoot (CDU), stellvertretende Bürgermeisterin. Sie hatte im November zusammen mit Eicke Paysen (jetzt FsK), stellvertretende Bürgervorsteherin, und Torben Dierks aus dem Rathaus für einige Tage die mögliche Partnergemeinde Bushenyi/Ishaka besucht. Im Vorfeld hatte es Sorgen gegeben, dass die Gesprächspartner womöglich nach den Wahlen gar nicht mehr im Amt seien. Ohnehin sind schon zwei Jahre ins Land gegangen, nachdem aus Uganda das Angebot kam, eine kommunale Partnerschaft einzugehen. Derzeit beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe mit der Frage, wie eine Partnerschaft ausgestaltet werden könnte. Das Ergebnis soll im Sozialausschuss nach den Osterferien präsentiert werden.

 Jackson Kamugasha gewann offenbar auch wegen seiner Hinwendung nach Kronshagen. Das habe Hoffnung auf eine positive Entwicklung verbreitet. Zum Prestige trägt auch das nur vier Kilometer vom Rathaus in Bushenyi gelegene Entwicklungshilfezentrum in Rukararwe bei, mit dem die Kommune eine Partnerschaft einging. Rukararwe sendet positive Signale für vielfältige Problemlösungen in die Region aus. Es bietet Beschäftigung und andere Einnahmequellen – so wirkt es dem weit verbreiteten Migrationswunsch entgegen.

 1986 wurde diese Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) ausgerechnet von einem nach Kronshagen geflohenen Ugander – zusammen mit dem damaligen Pastor Klaus Onnasch – aus der Taufe gehoben. Nyine Samson Bitahwa war der Schreckens-Herrschaft unter Idi Amin entronnen. Die beiden entwickelten gemeinsam ein Modell für ein selbstständiges Leben in Würde sowie ein globales, friedvolles Zusammenleben. Rukararwe, das übersetzt Elefantengras heißt, begann mit Baumpflanzungen gegen die Bodenerosion. Das Kuhprojekt unterstützt den Schulbesuch von Kindern. Die Nutzung alternativer Energien soll den Raubbau stoppen. Später kamen der Kampf gegen Aids sowie die Unterstützung für Witwen und Waisen hinzu. Trauerarbeit mit Drama und Tanz helfen den Frauen, die ihre Männer verloren haben, mit dem Verlust und den Folgen fertig zu werden. Zentrum für die Aktivitäten in Rukararwe ist das Kronshagen-Haus.

 Zum wirtschaftlich erfolgreichsten Projekt entwickelte sich seit 2011 der Öko-Tourismus – vor allem nachdem die Kommune Strom und Wasser in das von Bananenfeldern umgebene Zentrum gelegt hat. Von Rukararwe aus erkunden die Gäste das Land mit seinem Reichtum an Natur und Tieren. Zu jeder Uganda-Fahrt gehört der Besuch von drei Nationalparks; die Gorillas im Bwindi-Park können fakultativ erlebt werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

Das THW-Magazin

Erfahren Sie mehr!
Einblicke hinter die
Kulissen des THW-Kiel

Events: Rendsburg

Veranstaltungen in
Rendsburg. Aktuelle
Termine, News, Infos

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3