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Kronshagen schafft Platz für bis zu 400 Flüchtlinge

Asyl-Unterkünfte Kronshagen schafft Platz für bis zu 400 Flüchtlinge

Wo können weitere Flüchtlinge in Kronshagen untergebracht werden? Bürgermeister Uwe Meister legt dem Sozialausschuss am Dienstag ein Konzept vor, das der rapide ansteigenden Zahl von Asylsuchenden Rechnung trägt. Danach könnten bis Ende 2016 je nach Bedarf bis zu 400 Plätze geschaffen werden.

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60 Plätze könnte Kronshagen vorübergehend auch in der Kieler Erstaufnahmeunterkunft am Nordmarksportfeld erhalten.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Kronshagen. Wo können weitere Flüchtlinge in Kronshagen untergebracht werden? Bürgermeister Uwe Meister legt dem Sozialausschuss am heutigen Dienstag ein Konzept vor, das der rapide ansteigenden Zahl von Asylsuchenden Rechnung trägt. Danach könnten bis Ende 2016 je nach Bedarf bis zu 400 Plätze geschaffen werden.

 Noch in diesem Herbst werden die ersten Wohncontainer auf dem Spielplatz an der Tegelkuhle aufgestellt. Sie sollen zweigeschossig errichtet werden, damit 60 Menschen untergebracht werden können. Die Verwaltung nutzt das von der Gemeindevertretung vorgegebene Volumen voll aus. Darüber hinaus wird sich entscheiden, ob Kronshagen 60 Plätze in der Kieler Erstaufnahmeunterkunft am Nordmarksportfeld erhält. Dieses Angebot hat die Stadt Kiel der Nachbargemeinde gemacht. Es ist auf eineinhalb Jahre befristet. Noch steht allerdings das Okay des Kieler Innenministeriums aus.

 Für den Bürgermeister ist es wichtig, bei den Unterkünften mehrgleisig zu fahren. Da Container jeweils nur für mindestens fünf Jahre zu mieten sind, setzt er auch auf den Wohnhausbau nach dem Kieler Modell. Feste Wohnungen könnten von anderen Personenkreisen genutzt werden, wenn der Flüchtlingsstrom wieder abnimmt. Deshalb forciert Meister den Bau von zwei Häusern: Im hinteren Bereich des bisherigen Spielplatzes an der Bürgermeister-Drews-Straße will die Gemeinde zwölf Wohnungen für etwa 40 Menschen und im Güstrower Weg zehn Wohnungen für bis zu 30 Menschen errichten. In der Bürgermeister-Drews-Straße hatte die Gemeinde vergeblich nach einem Wohnungsbauunternehmen gesucht, das das Mehrfamilienhaus errichtet. Nach Angaben von Meister winkten diese ab, weil sich die Gemeinde die Möglichkeit offen hält, an der Straßenseite zusätzliche Wohncontainer aufzustellen.

 Die Errichtung von zwei weiteren Wohncontaineranlagen will die Verwaltung für 2016 vorbereiten: Sowohl auf dem Grandplatz am Suchsdorfer Weg als auch im geplanten Gewerbegebiet am Ottendorfer Weg könnten Unterkünfte für jeweils 90 Menschen geschaffen werden. Für den Grandplatz muss die Gemeinde zunächst den Bebauungsplan ändern, da dieser bisher als Sportfläche ausgewiesen ist.

 Mehr Plätze erfordern auch mehr Betreuung: Meister hält es für erforderlich, schrittweise zwei Vollzeitstellen zu schaffen: für die pädagogische Arbeit sowie die Sprachvermittlung.

 Nach der Zuweisungsquote des Kreises Rendsburg-Eckernförde muss Kronshagen in diesem Jahr 125 Asylsuchende unterbringen. Davon sind erst 35 in der Gemeinde angekommen. Die Quote wurde nach der Prognose der Bundesregierung berechnet, wonach 800000 Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Es ist allerdings fraglich, ob es bei dieser Zahl bleibt. Bisher leben in Kronshagen 77 Flüchtlinge.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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