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Flüchtlinge kommen auf dem Spielplatz unter

Kronshagen Flüchtlinge kommen auf dem Spielplatz unter

Die Kronshagener Politik gibt dem Druck der Anwohner nicht nach. Auf dem umstrittenen Spiel- und Bolzplatz in der Bürgermeister-Drews-Straße sollen sowohl Wohncontainer für Flüchtlinge als auch Sozialwohnungen errichtet werden. Diese Entscheidung trafen der Haupt- und der Sozialausschuss am Dienstag in gemeinsamer Sitzung einstimmig nach langer Debatte. Als Ersatz für den Spielplatz wird in der Straße ein neuer, aber kleinerer angelegt.

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Auf dem Spiel- und Bolzplatz an der Bürgermeister-Drews-Straße in Kronshagen sollen Flüchtlinge untergebracht werden. Zur Bahnlinie hin sind Sozialwohnungen geplant, links vom jetzigen Eingang werden Wohncontainer aufgestellt.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Der Doppelausschuss wich in einem wichtigen Punkt von der Beschlussvorlage der Verwaltung ab. Bürgermeister Uwe Meister hatte empfohlen, von einer Containeranlage zunächst abzusehen. Als Grund führte er Verhandlungen mit möglichen Investoren an. Diese hätten vorab bereits deutlich gemacht, so Meister, dass sie Sozialwohnungen nur unter der Bedingung bauen wollten, dass auf dem Grundstück keine Container stehen. Diese Haltung war in den Fraktionen auf Ablehnung gestoßen. Für etwa 80 Minuten schlossen die Gremien die Öffentlichkeit im Ratssaal aus, um das Thema ausgiebig zu erörtern.

 Im Anschluss stand das Ergebnis fest: Auf dem etwa 3000 Quadratmeter großen Spielplatzgelände werden zur Bahnlinie hin sozial geförderte Wohnungen errichtet. Das Gebäude soll zweigeschossig sein und zusätzlich ein ausgebautes Dachgeschoss haben. Meister bekam den Auftrag, darüber noch einmal mit möglichen Baugesellschaften zu verhandeln. Gibt es kein Entgegenkommen, wird die Gemeinde das Gebäude selbst errichten. Gleich links am Eingang des Spielplatzes werden zeitlich befristet Wohncontainer für 30 Plätze aufgestellt. Durch den Einbau einer massiven Bodenplatte soll gewährleistet bleiben, dass bei Bedarf auf 60 Plätze aufgestockt werden kann. Die gleiche Container-Lösung ist für den Bolzplatz in der Tegelkuhle vorgesehen.

 Anwohner schienen von der Entscheidung überrascht. Sprecher Gert Küppers sprach von einer „180-Grad-Kehrtwende“. Gudrun Rempe (Grüne) widersprach: „Das ist genau die Zielrichtung, die wir immer verfolgt haben.“ Eicke Paysen (SPD) betonte: „64 Menschen kommen in diesem Jahr noch. Wir müssen sie aufnehmen.“ Der Bürgermeister wehrte sich gegen den Vorwurf, den Spielplatz nur deshalb zu bebauen, weil die Gemeinde an anderer Stelle baurechtlich gescheitert sei:„Das war nicht Angst zu unterliegen, sondern betriebswirtschaftlich begründet.“

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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