21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Kita-Ausbau aufgeschoben

Kronshagen Kita-Ausbau aufgeschoben

Der Bedarf ist da, doch der Kronshagener Kinderausschuss hat den geplanten Ausbau der Awo-Kindertagesstätte am Dienstagabend einstimmig vorerst zurückgestellt. Gleichzeitig hagelte es Kritik an der „intransparenten Förderpraxis“ des Kreises Rendsburg-Eckernförde, durch die auch Kronshagen leer ausgeht. Die Gemeinde erwägt rechtliche Schritte.

Voriger Artikel
Am besten gleich ein Praktikum
Nächster Artikel
Flintbeker hoffen auf neue Wege

Für 20 Elementarkinder sollte die Awo-Kindertagesstätte in Wohngebiet Hühnerland jetzt ausgebaut werden. Doch die Gemeinde stellt das Vorhaben vorerst zurück.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Im Juli hatte der Ausschuss grünes Licht für den gut 300000 Euro teuren Anbau an die Kita im Hühnerland gegeben, um den Bedarf an Betreuungsplätzen für 20 Elementarkinder zu decken. Das Gremium ging dabei von Zuschüssen in Höhe von mehr als 200000 Euro aus. Doch Kronshagen erhielt wie 20 andere Gemeinden, darunter Ottendorf, Achterwehr, Bredenbek und Felde, vom Kreis einen ablehnenden Bescheid. Nur für elf Projekte fließen Zuschüsse aus dem mit 2,9 Millionen Euro gefüllten Fördertopf. Die beantragte Gesamtsumme lag bei etwa 7 Millionen Euro.

 „Selbst ein vorzeitiger Baubeginn ist uns negativ beschieden worden“, berichtete Andrea Linfoot (CDU), Ausschussvorsitzende. Durch eine solche Zusage hätte Kronshagen mit dem Kita-Anbau bereits anfangen und sich dennoch Hoffnung auf eine nachträgliche Förderung im kommenden Jahr machen können. Nach Angaben von Bürgermeister Uwe Meister sollen 2016 rund 11 Millionen Euro aus dem Betreuungsgeld freigesetzt werden. Er kritisierte das vom Kreis für die Vergabe festgelegte Windhundverfahren, weil es in diesem Fall nicht richtig gelaufen sei: „Der Startschuss war diffus.“

 Kronshagen hatte den Förderantrag bereits am 19. Juni gestellt. Noch drei Tage zuvor hatte die Verwaltung den Hinweis bekommen, dass „noch ausreichend Mittel vorhanden“ seien. Doch schon einen Monat später trudelte die knappe Absage ein. Die Berücksichtigung sei nach Eingangsstempel erfolgt.

 „Ich bin baff, dass es dieses Windhundverfahren überhaupt noch gibt“, sagte Kreistagsabgeordnete Ulrike Khuen-Rauter (Grüne). Sie forderte ihre drei Kronshagener Kollegen auf, in Rendsburg etwas dagegen zu tun. Der Jugendhilfeausschuss des Kreises hatte sich jedoch kürzlich einstimmig bei zwei Enthaltungen für die Beibehaltung des Prinzips ausgesprochen. Marion Clausen (SPD) sah durch die Nichtbekanntgabe des Starttermins das Gleichbehandlungsprinzip verletzt. Gudrun Rempe (Grüne) beklagte eine „Ungerechtigkeit“ und forderte eine rechtliche Überprüfung durch die Kommunalaufsicht.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3