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Wo sollen Flüchtlinge untergebracht werden?

Kronshagen Wo sollen Flüchtlinge untergebracht werden?

„Diese Immobilie ist verkauft.“ Der neue Hinweis prangt am ehemaligen Aldi-Markt in der Johann-Fleck-Straße 1 in Kronshagen. Bürgermeister Uwe Meister bestätigte am Donnerstagabend im Bauausschuss auf Nachfrage: „Ja, die Gemeinde hat sie gekauft.“ Das 2000 Quadratmeter große Grundstück gehört zu den möglichen Standorten für die Unterbringung von Flüchtlingen.

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Die Gemeinde hat das ehemalige Aldi-Grundstück in der Johann-Fleck-Straße 1 gekauft. Dort sollen 25 bis 30 Sozialwohnungen errichtet werden, in denen auch Flüchtlinge untergebracht werden könnten.

Quelle: TM

Kronshagen. Über den Kaufpreis machte der Bürgermeister keine Angaben. Der Erwerb ist Teil einer umfangreichen Flächenrekrutierung, nachdem der Kreis Rendsburg-Eckernförde die Aufnahmequote für dieses Jahr von 45 auf 86 Menschen angehoben hat. Am Dienstag, 5. Mai, will die Verwaltung in gemeinsamer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses mit dem Sozialausschuss einen umfangreichen Standortkatalog für die dezentrale Unterbringung präsentieren.

 Weil daran intern noch intensiv gearbeitet wird, ist die Vorlage derzeit Verschlusssache. Dennoch sind zahlreiche mögliche Standorte bereits bekannt. Aufgabe der Ausschüsse wird es sein, eine Prioritätenliste zu erarbeiten. Auf dem Prüfstand wird auch das bisherige Grundprinzip stehen, Asylsuchende nur in festen Unterkünften und nicht in Containern unterzubringen.

 Der Bauausschuss machte am Donnerstag den Weg für den Bau einer temporären Unterkunft im geplanten Gewerbegebiet Ottendorfer Weg. Die Nutzung für soziale Zwecke ist durch eine gesetzliche Änderung möglich geworden. Die Ansiedlung von Gewerbe soll weiterhin möglich bleiben. Renate Graetsch (UKW) forderte, zeitnah eine Anwohnerversammlung einzuberufen.

 Auch im Wohngebiet Hühnerland soll eine Unterbringungsmöglichkeit geschaffen werden. Das ehemalige sogenannte Winklerhaus im Güstrower Weg 1 steht seit vielen Jahren leer. Die Gemeinde will auf dem Grundstück zweigeschossigen Wohnungsbau mit Staffelgeschoss und maximal zehn Wohneinheiten ermöglichen. Sechs Einheiten sollen öffentlich gefördert errichtet werden. Einstimmig beschloss der Ausschuss die Änderung des Bebauungsplanes 35. Holger Tewes und Ekkehard Schwarzkopf (beide CDU) enthielten sich, weil ihnen die Zuordnung von einem Stellplatz zu jeweils einer Wohnung zu gering erschien. Vorsitzender Robert Schall (SPD) räumte ein, dass zehn nicht gerade der Lebenswirklichkeit entsprächen, aber wenn ein Investor das Vorhaben anpacken solle, müsse es auch wirtschaftlich sein. Zusätzliche öffentliche Parkplätze gebe es im Güstrower Weg.

 Sozialwohnungsbau kann sich Bürgermeister Uwe Meister auch auf dem ehemaligen Aldi-Grundstück vorstellen. Er geht von 25 bis 30 Wohnungen aus – nicht nur für Flüchtlinge.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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