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Internationaler Frauentreff

Kronshagen Internationaler Frauentreff

Orientalische Leckereien, etwas Tee und Kaffee: Mit einer kleinen Feier weihten jetzt Frauen von nah und fern das Kreativ-Stübchen neben dem Kronshagener Rathaus ein. Es soll die Integration von asylsuchenden Frauen in der Gemeinde erleichtern. Geöffnet ist es montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr.

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Der Internationale Frauentreff kommt im Kreativ-Stübchen neben dem Rathaus Kronshagen zusammen.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. In der Mitte steht ein runder Tisch, an dem Syrerinnen und Kronshagenerinnen miteinander sprechen. Wenn die Mischung aus deutschen und englischen Sätzen nicht mehr ausreicht, hilft Nour Mohammad. Die Palästinenserin aus Syrien spricht schon gut Deutsch und übersetzt aus dem Arabischen, wenn es notwendig ist. Sie begrüßt die von der Kronshagener Flüchtlingshilfe initiierte Einrichtung: „Frauen bleiben sonst traditionell zu Hause. Sie machen sauber, kochen und kümmern sich um die Kinder. Aber dadurch haben sie kaum Kontakt und wenig Gelegenheit, deutsch zu sprechen.“ Lassen die Männer ihre Frauen gehen? „Es gibt kein Problem“, versichert Nour Mohammad.

 Renate Graetsch, stellvertretende Vorsitzende der Flüchtlingshilfe, geht aber davon aus, dass Unsicherheiten vorhanden sind. Sie setzt auf Mund-zu-Mund-Propaganda. Schließlich hat das Kreativ-Stübchen für die Besucherinnen so einiges zu bieten. „Sie können dort nähen, stricken, malen, basteln, Erfahrungen austauschen und einfach nur zusammen sein“, sagt Grae-tsch. Der Treff ist montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Die Leitung hat Carolin Nissen, die auch bemüht ist, den Flüchtlingsfrauen deutsche Gewohnheiten, Erziehung und Sprache zu vermitteln. „Vieles geht über Learning-by-doing – das funktioniert“, sagt sie.

 Auch Kronshagener Frauen wie Angelika Bielefeld sind dabei. Sie interessiert der Kontakt zu Flüchtlingsfrauen und dabei vor allem auch die Kombination mit der Handarbeit. Aus der ehrenamtlichen Tätigkeit in der DRK-Kleiderkammer weiß sie, dass die Kleidungsstücke mitunter zu groß oder zu weit sind. „Im Stübchen können sie sie selbst umnähen und dabei klönen“, sagt Bielefeld. Vier Nähmaschinen machen’s möglich.

 In dieser Woche beschäftigen sich die Besucherinnen mit einer ganz deutschen Sitte: dem Basteln von Schultüten. Nach den Ferien werden erstmals acht Flüchtlingskinder als Erstklässler eingeschult.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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