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Anbau soll Druck auf Kita-Plätze verringern

Kronshagen Anbau soll Druck auf Kita-Plätze verringern

Nach nur acht Minuten gab der Kronshagener Kinderausschuss einstimmig grünes Licht für die Ausgabe von gut 300000 Euro: Die erst fünf Jahre alte Awo-Kindertagesstätte im Wohngebiet Hühnerland kann nun durch einen Anbau für eine Elementargruppe erweitert werden. Lange Diskussionen waren am Dienstagabend nicht erforderlich – die Fakten sind klar: Kronshagen braucht 20 Plätze mehr für die Betreuung von Drei- bis Sechsjährigen, und das Land übernimmt 75 Prozent der Baukosten.

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Platz für eine Elementargruppe schaffen: Auf der linken Gebäudeseite soll die Awo-Kindertagesstätte für 20 Kinder von drei bis sechs Jahren erweitert werden.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Erst im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde in der Kopperpahler 54 ein Gebäude für zwei Krippen errichten lassen. Die Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren (U3) erhöhten sich dadurch auf 110. Zudem gibt es 285 Elementarplätze (Ü3), davon 50 in altersgemischten Gruppen. Doch selbst das große Angebot reicht nicht mehr aus: Kronshagen erlebt derzeit erheblichen Zuzug von Familien nicht nur aus der weiten Welt, sondern auch aus der nahen Umgebung. „Allein im ersten Halbjahr hat sich die Anzahl der Elementarkinder um rund 20 erhöht“, berichtete Anke Bahns-Rehse, Büroleiterin im Rathaus. Zwar könne grundsätzlich im kommenden Kita-Jahr noch allen Elementarkindern ein Betreuungsplatz geboten werden, aber einen Spielraum für weitere Zuzüge oder bisher unbetreute Kinder, die erst in Kürze drei Jahre alt werden, gebe es nicht.

 Auch Gudrun Rempe (Grüne) sah Grund zum raschen Handeln: „Es wäre fatal, wenn Eltern sagen würden, sie bekämen wegen der Kinder von Asylsuchenden keinen Betreuungsplatz.“ Die aktuelle Änderung der Förderrichtlinien sah Rempe als „Glücksfall“ an. Danach erhält Kronshagen jetzt für jeden neuen Elementarplatz einen Zuschuss von 15000 Euro beziehungsweise insgesamt maximal 75 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. So muss die Gemeinde nur etwa 77000 Euro der 310000 Euro selbst stemmen.

 Für SPD und Awo geht mit dem Anbau ein lang gehegter Wunsch nach einer altersmäßigen Durchmischung der Kindertagesstätte in Erfüllung. „Wir wollten die Elementargruppe schon 2009“, sagte Eicke Paysen (SPD). Die Realisierung scheiterte seinerzeit an der Kostendeckelung. Derzeit sind in der Awo-Kita zwei Krippen und eine altersgemische Gruppe untergebracht. Leiterin Gaby Althoff signalisierte, im akuten Bedarfsfall schon jetzt Ü3-Kinder für eine Übergangszeit im Mehrzweckraum zu betreuen.

 Matthias Gierke (CDU) schienen die Kosten für den 110 Quadratmeter großen Anbau zu hoch. „Das liegt am politisch gewollten Passivhaus-Standard“, klärte die Büroleiterin auf.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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