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Platz für Flüchtlinge bei der Bundeswehr?

Kronshagen Platz für Flüchtlinge bei der Bundeswehr?

Bei der Unterbringung von Flüchtlingen hofft Kronshagen jetzt auf Unterstützung der Bundeswehr. In der mehr als 30 Hektar großen Liegenschaft fällt der Blick auf eine Freifläche im Winkel von Abel- und Eichkoppelweg. Dort könnten Wohncontainer für 60 bis 90 Asylbewerber aufgestellt werden.

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Die Bundeswehr verfügt in Kronshagen über große freie Flächen. Südlich des Hubschrauber-Landeplatzes würde die Gemeinde gern Container für Flüchtlinge aufstellen. Der Zugang könnte von der Pumpstation im Eichkoppelweg erfolgen.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Wie Bürgermeister Uwe Meister am Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss berichtete, sucht er umgehend das Gespräch mit dem Landeskommando der Bundeswehr. Daran sollen auch Vertreter des Innenministeriums teilnehmen. Die Gemeinde steht unter Druck. Das Land drängt darauf, den Vertrag für die Unterbringung von bis zu 60 zugewiesenen Asylbewerbern auf dem Kieler Nordmarksportplatz wieder aufzulösen. „In Gesprächen zwischen Minister Studt und Stadtrat Stöcken ist zum Ausdruck gebracht worden, dass aufgrund der Nähe zur Erstaufnahmeeinrichtung mit Konflikten und Neid-Debatten zu rechnen ist“, erläuterte Meister.

 Obwohl der Nutzungsvertrag für den Norder noch bis zum 31. März 2017 währt, zeigt sich Kronshagen kooperativ. Die Flüchtlinge könnten nach Angaben des Rathauschefs zum neuen Standort an der Tegelkuhle verlagert werden. Voraussetzung für den Umzug wäre allerdings, dass es bei der reduzierten Zuweisungsquote von 160 Personen bleibt und die Bundeswehr bereit ist, Gelände für die Unterbringung zur Verfügung zu stellen. So hätte die Gemeinde weiterhin einen Puffer für kurzfristige Zuweisungen. Die in Aussicht genommene Fläche könnte vom militärischen Bereich mit einem Zaun abgegrenzt und von der Pumpstation im Eichkoppelweg erschlossen werden.

 Der Ausschuss unterstützte den Vorstoß Meisters einstimmig. Darüber hinaus gab das Gremium ihm grünes Licht, Verhandlungen über einen Flächenerwerb vor dem Grundstück Ottendorfer Weg 51 zu führen. Die Gemeinde könnte dort sozial geförderte Wohnungen errichten. Da im dicht bebauten Kronshagen kaum noch freie Flächen für die Unterbringung vorhanden sind, brachte der Bürgermeister erneut die Rasenfläche vor der Gemeinschaftsschule ins Gespräch. Die CDU lehnt diesen Standort am Suchsdorfer Weg jedoch weiterhin ab. Daniel Kiewitz (CDU) sprach von „städtebaulichen Bauchschmerzen“, da die Gebäude die bisher freie Sichtachse auf die Schule dauerhaft versperren würden. „Keine Kieler Schule hat eine Sichtachse“, entgegnete Renate Graetsch (UKW). Auch Wolfgang Weskamp (SPD) begrüßte den Vorstoß der Verwaltung, den Standort zumindest zu prüfen: „Es ist gut, noch eine Alternative zu haben.“

 Probleme zeichnen sich beim Sporthallen-Projekt auf dem Grandplatz am Suchsdorfer Weg ab. Gesamtkosten von etwa fünf Millionen Euro sind 2016 schwierig zu stemmen. Ausschussvorsitzender Thomas Kahle (CDU) plädierte aber dafür, das Projekt nicht zu kippen.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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