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Wohnhäuser auf der ehemaligen Baumschule

Kronshagen Wohnhäuser auf der ehemaligen Baumschule

Der Bereich Alte Baumschule an der Claus-Sinjen-Straße ist das letzte größere Neubaugebiet in Kronshagen. Mehrere Jahre lang stritten sich die Fraktionen darüber, ob die etwa ein Hektar große Fläche zwischen Platanenring und dem Netto-Markt überhaupt bebaut werden sollte. Das scheint jetzt klar, denn die Gemeinde braucht Geld.

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Auf der alten Baumschule an der Claus-Sinjen-Straße in Kronshagen sollen Wohnhäuser errichtet werden. Der Boden ist nicht mit Pflanzenschutzmitteln belastet.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Doch nun gehen die Meinungen über das Wie auseinander. Sozialer Wohnungsbau steht nicht mehr hoch im Kurs.

Im Bauausschuss am Donnerstagabend präsentierte die Verwaltung zwei Vorschläge für die Erschließung. Von ihr hängt es ab, wie viele Wohnungen erstellt werden könnten und mit welchen Kosten die Gemeinde rechnen muss. Das Planungsbüro BCS aus Rendsburg hat für die Bebauung zwei Varianten erarbeitet. Die eine sieht 30 bis 50 Wohneinheiten in zweigeschossigen Doppel- und Reihenhäusern sowie in zwei dreigeschossigen Riegeln für sozialen Wohnungsbau vor. Die andere ermöglicht auf der Fläche 65 Wohneinheiten in Stadthäusern sowie in gleichen Umfang sozialen Wohnungsbau. Nachfragen an den Planer waren in der Sitzung nicht möglich, weil er kurzfristig erkrankt war. Deshalb gab der Ausschuss auch noch keine Empfehlung ab.

Die Rentabilität spielt für die Gemeinde eine große Rolle. Eine Einnahme von einer Million Euro wurde bereits im Haushalt gebucht. Allerdings ist diese Zahl noch äußerst vage. Der Baugrund erweist sich stellenweise als schwierig. Zum angrenzenden Kieler Gewerbegebiet Wittland hin erstreckt sich ein Feuchtgebiet. Entwarnung gab es aber nach der Untersuchung auf Pflanzenschutzmittel im Bereich der ehemaligen Baumschule: keine Schadstoffe. Was kostet die Erschließung? Eine konkrete Kalkulation gibt es noch nicht – nur eine Vergleichsrechnung. In einem kürzlich erschlossenen Wohngebiet in Gettorf erledigte der günstigste Anbieter eine ähnliche Arbeit für 400000 Euro.

Das muss nicht auch für Kronshagen gelten. Je nach Variante könnten nach den jetzigen Plänen 8250 bis 9300 Quadratmeter Bauland verkauft werden. Der Bodenrichtwert liegt je nach Art der Bebauung zwischen 220 und 240 Euro pro Quadratmeter – danach könnte der Brutto-Erlös bei knapp oder gut zwei Millionen Euro liegen. „Will die Gemeinde nur Geld oder auch bauen?“, fragte ein Anwohner, und ein anderer hakte sogleich nach: „Wäre es denkbar, das ganze Grundstück von der Gemeinde zu kaufen?“

In der Politik wurde der Wille zur Bebauung jedoch deutlich. Jana Neiser (UKW) hielt allerdings die jetzigen Pläne mit sozialem Wohnungsbau für „wenig innovativ“. Sie könnte sich auch einen Seniorenwohnpark vorstellen und rief dazu auf, sich Zeit zu nehmen, um zu „überlegen, was wir da machen wollen“. Marion Clausen (FsK) regte ein „gesundes soziales Gefüge“ mit Mehrfamilienhäusern für ältere Menschen an. Simon Bull (SPD) gab jedoch zu bedenken, dass der Standort nicht gut an Buslinien angeschlossen sei. Holger Tewes (CDU) sah eine andere Zielgruppe: „Für junge Leute haben wir in Kronshagen nichts anzubieten.“ Es müsse auch Wohnungen für diejenigen geben, die etwas oberhalb sozialer Bemessungsgrenzen lägen.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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