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Sozialausschuss lobt vorausschauende Asyl-Planung

Kronshagen Sozialausschuss lobt vorausschauende Asyl-Planung

Der Kronshagener Sozialausschuss befürwortete am Dienstag einstimmig das von Bürgermeister Uwe Meister vorgelegte Paket zur Schaffung von 400 Plätzen für die Unterbringung von Asylsuchenden und lobte die Verwaltung. „Vielen Dank für diese Vorlage. So etwas ist nicht überall der Fall“, sagte Gudrun Rempe (Grüne).

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Auf diesem Grundstück im Güstrower Weg will die Gemeinde Kronshagen ein Haus für 30 Flüchtlinge errichten.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Die Fraktionsvorsitzende hob auch hervor, dass es hilfreich gewesen sei, dass alle Fraktionen bei diesem Thema an einem Strang gezogen hätten. Auch Robert Schall (SPD) dankte dem Bürgermeister für den „mutigen und richtigen Weg“. Die Bürger erwarteten einen solchen Vorschlag, der der Entwicklung der letzten Tage und Wochen Rechnung trage. Mutig sei er auch deshalb, weil er aufzeige, dass die Gemeinde einiges an Ressourcen aufbringe. Nach Informationen dieser Zeitung wird allein der für 2016 geplante Bau von zwei Mehrfamilienhäusern für insgesamt bis zu 70 Menschen gut drei Millionen Euro erfordern. Die nach dem Kieler Modell zu errichtenden Wohngebäude sind für die Bürgermeister-Drews-Straße 54 und den Güstrower Weg (sogenanntes Winkler-Grundstück) vorgesehen.

 Nach Angaben des Bürgermeisters hat Kronshagen am Dienstag das Okay von den Landesbehörden erhalten, 60 Plätze in der Erstaufnahmeunterkunft auf dem Kieler Nordmarksportfeld für die Unterbringung nutzen zu können. Zum 1. Oktober wird die Gemeinde dort die Betreuung der bereits eingetroffenen Flüchtlinge übernehmen. Dadurch erhöht sich die Zahl der in diesem Jahr in Kronshagen aufgenommenen Personen sprunghaft von derzeit 35 auf 95. Meister rechnet allerdings damit, dass sich die Aufnahmequote der Gemeinde für 2015 von derzeit 125 noch auf 151 erhöht, da auf Bundesebene bereits von einer Million Flüchtlingen ausgegangen werde.

 Vollzug meldete Meister auch bei der Beschaffung von Wohncontainern für den Spielplatz Tegelkuhle. Sie sollen Mitte bis Ende Dezember aufgestellt werden und Platz für 60 Asylsuchende bieten. Wegen eines befristeten Angebotes musste die Verwaltung schon vor der Ausschusssitzung handeln.

 Für Thomas Kahle (CDU) waren die Unterkünfte auf dem Norder eine „gute Lösung“, weil sie der Gemeinde Luft für eineinhalb Jahre verschafften. Allerdings könnten sich, so Skeptiker, die Probleme 2017 ballen, da dann nicht nur die 60 Plätze aus Kiel nach Kronshagen verlagert werden müssen. Für 2017 ist auch der Abriss der Elac-Häuser in der Kieler Straße geplant, in denen Flüchtlinge untergebracht sind. Meister geht davon aus, dass die Ortskernentwicklung, wie geplant, vorangeht. „Der Topf ist gefüllt, und die Maßnahme durch die Förderung von Bund und Land finanziert“, sagte er am Mittwoch auf Nachfrage. Michael Lobstaedt (UKW) sieht Probleme, wenn sich die Flüchtlingszahlen weiter erhöhen. Er befürchtet, dass sich durch die Aufgabe der Elac-Häuser die Zentralisierung von Asylsuchenden verstärken könne.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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