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Die Zukunft ist gefährdet

Kulthaus Rendsburg Die Zukunft ist gefährdet

Der Verein Wilde Bildung ist raus aus dem Kulthaus in Rendsburg. Und nun hat der Nachfolger, der Verein Kulturraum, dem Projekt eine Absage erteilt. Kulturraum konnte sich nicht mit dem Vermieter der traditionsreichen Immobilie einigen. Nun wird händeringend nach einer Lösung gesucht.

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Auszug aus der Kult-Stätte: Stephan Mohr (rechts) und Johannes Lachenmeier vom Verein Wilde Bildung räumten die restlichen Möbel aus dem Kulthaus aus.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. Der Verein Wilde Bildung hat das Kulthaus verlassen. Zum 1. Mai endete der Mietvertrag für das Veranstaltungshaus in der Rendsburger Innenstadt. Wie es nun weiter geht, bleibt offen. Der Verein Kulturraum, der lange Zeit als neuer Betreiber gehandelt wurde, hat sich mit dem Vermieter nicht geeinigt. Sowohl der Vermieter als auch der Verein suchen nun nach Lösungen.

 Die Betriebskosten könne der Verein „einfach nicht wuppen“, sagte Peter Feuser, der Vorsitzende des Vereins Kulturraum, am Dienstag. Erst vor einigen Tagen sei die Entscheidung gefallen, dass der Verein das Kulthaus unter den jetzigen Bedingungen nicht weiterbetreiben wolle.

 Nun sollen verschiedene Szenarien durchdiskutiert werden, meinte Feuser. „Wir haben überlegt, ob wir ganz aufhören“, erläuterte er. Aber das Kulthaus sei eine tolle Idee und der Verein wolle daran festhalten. Andere Möglichkeiten wären, dass der Verein die Gelegenheit bekomme, neue Mittel aufzutreiben oder in andere Räume in der Innenstadt zu ziehen. „Bisher war das Konzept immer an das Gebäude gebunden“, meinte Feuser. Er glaubt, dass sich das Kulthaus auch anders realisieren lässt. „Wir brauchen jemanden mit Kulturaffinität, der ehrenamtliches Engagement von jungen Menschen fördern will.“

 Im vergangenen Jahr rief der Verein Wilde Bildung das Kulthaus ins Leben. In dem ehemaligen Kino Tonhalle in der Straße Am Holstentor, wo zwischenzeitlich verschiedene Discotheken wie Arena oder Tivoli untergebracht waren, veranstaltete der Verein um Stephan Mohr, Wiebke Sye und Johannes Lachenmeier Konzerte, Aufführungen und lud andere Organisationen ein, die Räume zu nutzen. Die Resonanz war so gut, dass die Aufgabe dem kleinen Verein bald über den Kopf wuchs und ein neues Konzept her musste. Pro forma ließ der Verein den Mietvertrag auslaufen in der Annahme, dass sich ein Nachfolger für den beliebten Veranstaltungsort finde.

 Die Absage überraschte auch Vermieter Volker Ebsen. „Es war soweit alles vorbereitet. Es fehlten nur noch die Unterschriften“, erzählte er. Nach der plötzlichen Absage sei er enttäuscht gewesen. Insbesondere da er auch Zugeständnisse gemacht habe, meinte der Vermieter. Die Bedingungen zum Vorgänger hätten sich nicht verändert, die Mitglieder hätten genau sehen können, was auf sie zukommt.

 Wie es im Kulthaus weitergeht kann Ebsen zu diesem Zeitpunkt auch nicht sagen. „Hätte ich das früher gewusst, hätte ich vielleicht einen anderen Betreiber suchen können.“ Die Veranstaltungen, die bis jetzt noch gebucht seien, sollen irgendwie noch durchgezogen werden. Das sei außerordentlich schade, so Ebsen. Er werde sich nun nach einer neuen Verwendung umschauen. Eine Diskothek soll aber auf jeden Fall nicht wieder in das Gebäude.

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