17 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Maschendraht rundum

Kunstrasenplatz in Molfsee Maschendraht rundum

Kaninchen graben seit Jahren Tunnel unter dem Kunstrasenplatz, die Reparatur ist aufwendig. Ein unterirdisch eingezogener Maschendrahtzaun soll zukünftig den Tieren den Zugang versperren und die Verletzungsgefahr für die Kicker verringern. Das entschied der Umwelt- und Wegeausschuss nach einer Ortsbegehung.

Voriger Artikel
Neuer Träger für Neue Heimat?
Nächster Artikel
Asbestsanierung im Kreishaus

An der Nordseite des Kunstrasenplatzes wurde vor Jahren ein Maschendraht im Boden gezogen. Nun sollen Lücken an der Ost- und Südseite nachgebessert werden, um die Kaninchen daran zu hindern, unter dem eigentlichen Zaun hindurch Tunnel zu graben.

Quelle: Beate König

Molfsee. Der Umwelt- und Wegeausschuss sprach sich für eine Reparatur-Variante zum Sparpreis aus. Die hatte André Schleemann aus dem Bauamt vorgeschlagen, um den Etat der Gemeinde zu entlasten: Ursprünglich sollte ein externes Unternehmen außerhalb des Ballfangzauns am Spielfeldrand auf 110 Meter Länge für 18000 Euro unterirdisch den Kunststoffummantelten Draht ziehen. Jetzt ist vorgesehen, mit einem Mietbagger vom Lohnunternehmer und einem Bauhofmitarbeiter zwischen Drainage, Flutlichtkabeln und Zaunelementen zu arbeiten. In der Vergangenheit war der Platz gesperrt worden, wenn Dellen im Kunstrasen erkennbar wurden. „Wir haben als Betreiber die Verkehrssicherungspflicht“, erinnerte Ausschussmitglied Benjamin Pfannkuch (CDU). Schleemann zeigte: Die eigentlichen Buddel-Löcher sind unter dem grünen Vlies des Kunstrasens nicht zu erkennen. Tritt ein Spieler in eins der Löcher, sackt die Spielfläche weg. Es besteht hohe Umknickgefahr.

 Vor sechs Jahren wurde der damals 17 Jahre alte Kunstrasenbelag an der Hamburger Chaussee erneuert. Damit die großen Verlege-Maschinen auf die Fläche fahren konnten, wurde damals ein Teil der Zäune entfernt und später wieder aufgebaut. Dabei wurde allerdings an der Ost- und an der Südseite die Kaninchensperre, der in achtzig bis 100 Zentimeter eingegrabene Maschendraht, nicht erneuert. Die Folge bekommen die Molfseer seit etwa drei Jahren zu spüren. Kaninchen aus den umliegenden Knicks graben Gänge unter dem künstlichen Grün.

 „Ich bin seit 18 Jahren in Molfsee. Derartiges habe ich noch nie so erlebt“, sagt Schleemann zum Ausmaß. 2015 wurden drei Löcher aufgefüllt. Dafür wurde das teppichähnliche Vlies erst aufgeschnitten, dann vernäht. Die Reparaturkosten: 8800 Euro brutto. Schleemann warnte: „Mit dem Zaun ist das Problem nicht aus der Welt. Es wird weiter einbrechen. Der ganz Platz wird untertunnelt sein.“

 Mit einem Jäger war bereits über Vergrämungsmaßnahmen gesprochen worden, aber „es ist gerade Schonzeit“, sagt Schleemann dazu.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Das THW-Magazin

Erfahren Sie mehr!
Einblicke hinter die
Kulissen des THW-Kiel

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3