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Kuratorium will mitreden

Nortorfer Friedhof Kuratorium will mitreden

Bei der Mitfinanzierung der Betriebskosten der Friedhöfe fährt Nortorf eine neue Linie. Die Stadt, die Umlanddörfer und die Kirche haben ein Kuratorium gegründet. „Wenn wir den Unterschuss mit bezahlen sollen, wollen wir auch an den Entscheidungen beteiligt werden“, sagte Nortorfs Bürgermeister Horst Krebs.

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Auf dem Nortorfer Friedhof sind moderne, kleinere Grabanlagen oder Sammelbegräbnisplätze im Trend. Der Friedhof fährt dadurch einen Unterschuss.

Quelle: Beate König

Nortorf. Der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt war einstimmig dafür, auf dieser Grundlage einen Finanzierungsvertrag zu verabschieden. Damit sind vier Jahre währende Verhandlungen zwischen der Kirche, der Stadt und Umlandgemeinden endlich in eine Form gegossen. Wie alle Kommunen im Land ist die Stadt durch das 2005 erlassene Bestattungsgesetz dazu verpflichtet, das Bestattungswesen in ihrem Gemeindegebiet sicherzustellen. Um der Aufgabe möglichst wirtschaftlich nachkommen zu können, wurde schon 2012 ein Vertrag entworfen, der regelt, wie das Betriebskostendefizit der Nortorfer Friedhöfe zwischen der Stadt und der Kirche aufgeteilt wird. 2013 hatten sich die Umlandgemeinden mit Verträgen zur anteiligen Übernahme verpflichtet. Der endgültige Beschluss verzögerte sich jedoch, weil die Gemeinde Loop, die ebenfalls ihre Toten in Nortorf beerdigt, zum Amt Bordesholmer Land gehört, erst im Oktober 2016 in die Runde der Mitfinanzierer kam.

 Wie hoch die Kosten sind, die auf die Kommunen zukommen, war zum Zeitpunkt der Vertragsschließung nicht bekannt. Es lagen Zahlen von 2011 vor, in dem es kein Defizit gegeben hatte. In den Jahren 2012 bis 2014 jedoch summierte sich die Unterdeckung, der Gesprächsbedarf wuchs.

 Krebs berichtete, dass ein Kuratorium gebildet worden sei, in dem zukünftig gemeinsam über Ausgaben beraten werde. Für die Umlandgemeinden wurde Volker Ratjen, Bürgermeister von Schülp, als Sprecher benannt, Horst Krebs vertritt Nortorf. „Wir sind schon im Gespräch“, berichtete der Bürgermeister. Das neue Gremium soll für einen verbesserten Informationsfluss zwischen der Kirchengemeinde und den Nutzergemeinden sorgen und bei der Finanzplanung mitwirken.

 Allein die Abrechnung für 2015 ergibt ein voraussichtliches Defizit bei den Betriebskosten von 64000 Euro. Der anhand der Höhe der Einwohnerzahlen berechnete Anteil der Stadt liegt nur für dieses Jahr bei knapp 36000 Euro. Die Gemeinden Warder, Bargstedt, Borgdorf-Seedorf, Bokel, Brammer, Dätgen, Eisendorf, Ellerdorf, Oldenhütten und Schülp sollen je nach Einwohnerzahl Summen zwischen 1500 und 4300 Euro zahlen.

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