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LLE sind ein exklusiver Bulli-Club

T3 Busse in Borgdorf LLE sind ein exklusiver Bulli-Club

Tornado-rot oder orlyblau-metallic, Heckantrieb und 23 Jahre alt: Das sind sie, die VW T3 Busse der „Limited Last Edition“, kurz LLE. Nur 2500 Exemplare gibt es von dieser Auflage von 1992. Gut 60 LLE-Liebhaber treffen sich erstmals in Schleswig-Holstein auf dem Campingplatz Bum am Borgdorfer See.

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Nicole Heuser aus dem Westerwald kam mit Mischlingshündin Wurzel und LLE-Club-Freunden aus Franken nach Borgdorf zum Treffen. Sie selbst besitzt den Bus mit der Nummer 0004.

Quelle: Saric

Borgdorf-Seedorf. Diese Youngtimer würden ab und an auch Bulli genannt, trügen aber häufiger Namen wie Schnuffi, Theodor oder Charlotte, erzählt Joachim Merker, der die Treffen des Clubs LLE-Kartei organisiert. Der 59-jährige Berliner ist Mitbegründer der Interessengemeinschaft, die 1994 ins Leben gerufen wurde, und „das Urgestein, der diese Leidenschaft seit eh und je lebt“, wie Kersten Schwabe findet. Der Suchsdorfer hat gemeinsam mit Merker das Treffen organisiert.

 Seit Mittwoch kommen immer mehr LLE-Fahrer auf dem Campingplatz an, das Gelände ist nun rot und blau getupft. „Ja, wer so etwas hat, der hat es gut“, meint Merker schwärmerisch. Er kennt fast alle Busfahrer, schüttelt fleißig Hände. Als Thomas Grambitter aus Heidelberg eintrifft, staunt der Berliner nicht schlecht: „Ich bin ein bisschen sprachlos jetzt.“ Der Bus zieht einen Anhänger und darauf thront ein blitzblanker VW-Käfer, Baujahr 1977, in schwarz-metallic.

 Nach den Werksferien wurde die Produktion der T3-Busse im VW-Werk in Hannover auf den T4 umgestellt. „Mit dem Motor vorne, entsetzlich“, lacht Merker. Im österreichischen Graz ging bei der Firma Steyr Puch die Produktion des T3 weiter, allerdings als allradangetriebener „Synchro“. „Und dann merkten die, dass sie noch 2500 der alten Karossen herumliegen hatten“, so der T3-Fan, „und brachten die limitierte Sonderserie mit Heckmotor.“ In den Türen sind die Busse durchnummeriert von 0001 bis 2500. Einer kostete damals 43600 Deutsche Mark, heute mindestens 20000 Euro. Die Ausstattung, wie Sportfahrwerk oder getönte Scheiben, lässt beim Busliebhaber keine Wünsche offen. „Alles drin, was in dieser Zeit machbar war“, findet Merker. Charakteristisch für die seltenen Fahrzeuge: der Lack in Tornado-Rot oder Orlyblau-Metallic.

 Joachim Merker besitzt die Nummer 1780, Kersten Schwabe fährt den Bus mit der Nummer 1345. Aber auf die Nummern käme es im Wert nicht an, so die beiden Männer. „Die 2500 steht in einem Museum, der fehlt eine Gardine“, weiß Merker. Die Nummer 0001, so vermutet er, könnte der damalige VW-Chef von 1992, Carl Hahn, selbst besitzen.

 Der Sound des T3 LLE klingt wie der eines VW Käfers. „Ist auch der gleiche Motor drin“, klärt Merker auf. „Bei diesem Treffen sind viele Nordlichter dabei“, sagt Schwabe. Anfangs seien die Treffen mittig in Deutschland organisiert worden. Doch dann stellte sich heraus, dass die Busfahrer reisen wollen. So ging es bereits nach Garmisch Partenkirchen, nach Österreich, Italien oder in die Schweiz. Und nun nach Borgdorf. Den Campingplatz haben die Organisatoren schon im vergangenen Jahr begutachtet. Hier gebe es Platz, so Merker, gute sanitäre Anlagen, freundlichen Umgang und die Lage am See.

 Am Sonnabend geht es für den Club schon am Vormittag weiter nach Laboe. Wer sich bis dahin die Busse anschauen und ihre Fahrer kennenlernen möchte, ist auf einen Besuch eingeladen.

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