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Werden Lehrerstellen gestrichen?

Bordesholm Werden Lehrerstellen gestrichen?

Das Land will 1,9 Lehrerstellen an der Hans-Brüggemann-Gemeinschaftsschule in Bordesholm streichen. „Das wollen wir so nicht hinnehmen“, kündigte Katja Schillhorn vom Schulelternbeirats an. Rektor Markus Salman äußerte sich vorsichtig: „Wenn es so kommt, stehen wir vor einer schwierigen Situation.“

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Katja Schillhorn aus dem Schulelternbeirat der Hans-Brüggemann-Gemeinschaftsschule kann nicht nachvollziehen, warum 1,9 Lehrerstellen gestrichen werden sollen.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Seit Anfang März liegen die Zahlen des Ministeriums auf dem Tisch. In dem sogenannten Planstellenzuweisungsverfahren (PZV) werden alle Bildungseinrichtungen im Land darüber informiert, mit wie vielen Lehrerstellen sie für das kommende Schuljahr rechnen können. Für die 41 Gemeinschaftsschulen mit Oberstufen stehen 2328 Stellen zur Verfügung, für Bordesholm sind ab September 43,3 vorgesehen. „Als ich das sah, war ich echt überrascht. Das ist ein Minus von 1,9“, berichtete Katja Schillhorn. Erst fördere das Land die Einrichtung von Oberstufen an Gemeinschaftsschulen, wie in Bordesholm, und dann auf einmal streicht es Stellen. „Das passt nicht zusammen. Vor allem, nachdem Finanzministerin Monika Heinold vor kurzem viele neue Lehrerstellen angekündigt hatte.“

 Auch in Bordesholm werden die Schülerzahlen zurückgehen. Vermutlich wird es zum ersten Mal seit Jahren im September nur drei statt vier fünfte Klassen geben. Aber, und das ist Katja Schillhorn wichtig: Viele Lehrerstunden seien in Bordesholm jetzt bereits durch den Unterricht mit Flüchtlingen gebunden. „Außerdem sollte das Bildungsministerium bedenken, dass während eines Schuljahres sehr viele Schüler vom G-8-Gymnasium zur Gemeinschaftsschule zurückwechseln, zusammengerechnet war das im letzten Jahr eine ganze Klasse“, so die Elternbeiratsvorsitzende weiter. Rektor Markus Salman bestätigte die Angaben, wollte aber mit dem Hinweis auf das „Dienstgeheimnis“ keinen Kommentar zum Thema Planstellen abgeben. „Sollten die Stellen gestrichen werden, wird es im nächsten Jahr problematisch“, ließ er sich dennoch entlocken.

 Thomas Schunck, Sprecher des Bildungsministeriums, bestätigte am Donnerstag die im PZV vorgesehene Stellenkürzung, bei der die zur Verfügung stehenden Lehrer, die Schülerzahlen und Sonderfaktoren berücksichtigt werden. Er machte den Bordesholmern Mut. „Ich will nicht vorgreifen, aber regionale Besonderheiten und Belastungen werden noch berücksichtigt. Schulaufsicht und Schulleitungen werden sich treffen, um das gesondert zu regeln.“

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Ein Artikel von
Frank Scheer
Holsteiner Zeitung

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