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Landestheater will die alte Post

Rendsburg Landestheater will die alte Post

Ein historisches Gebäude in Rendsburg soll voraussichtlich neue Adresse für Verwaltung, Intendanz und andere Bereiche der Landestheater GmbH werden. Ausgewählt haben die Gesellschafter die Alte Kaiserliche Post im Jungfernstieg.

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 Das Stadttheater (rechts) und die Kaiserliche Post liegen nur wenige Meter voneinander entfernt.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Rendsburg. Der bisherige Standort des Landestheaters ist Schleswig. Der Reiz für den Umzug in den Jungfernstieg 3 - 5a liegt auf der Hand. Stadttheater und altes Postgebäude befinden sich keinen Steinwurf voneinander entfernt. Der markante Bau im Zentrum der Stadt ist in den Jahren 1879 bis 1881 als Post- und Telegrafenamt errichtet worden. Das Gebäude präsentiert sich im einheitlichen Stil für Regierungsgebäude der damaligen preußischen Bauverwaltung. Ins Auge fallen der in kräftigem Rot gebrannte Ziegel und die dekorativen Backsteinmuster an Fenstern und Tür.

Das Gebäude ist ein Kulturdenkmal im Ensemble des unter Denkmalschutz stehenden Stadttheaters, erfuhr diese Zeitung von der Denkmalschutzbehörde beim Kreis Rendsburg-Eckernförde. In dem Gebäude war nach dem Krieg die Deutsche Post untergebracht, von Anfang der 1980er Jahre bis April 2012 die Dresdner Bank. Seitdem stehen große Teile leer.

Für Peter Grisebach wäre die Nutzung ein Idealfall. „Die einzelnen Bereiche könnten näher aneinander rücken. Das würde Reibungsverluste verringern“, sagt der Intendant. Die Minimierung der Reibungsverluste würde auch zu Geldeinsparungen führen.

Ob Verwaltung, Intendanz, Requisiten, Produktion oder Lagerraum – Diese Bereiche könnten gut in den Räumen im Jungfernstieg auf 750 bis 800 Quadratmetern untergebracht werden. Kein Platz wäre für die Probebühne. „Da werden wir an anderer Stelle in der Nähe etwas finden.“ Grisebach ist auch davon überzeugt: „Wenn wir uns für den Wechsel nach Rendsburg entscheiden, dann würde nicht nur das Stadttheater, sondern auch für das Landestheater ein neues kulturelles Kraftfeld entstehen.“

Pierre Gilgenast würde bei einem Standortwechsel das kulturelle Angebot in Rendsburg sowie die Innenstadt gestärkt sehen. „Wir bekämen etwa 70 Arbeitsplätze dazu“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende und Rendsburger Bürgermeister.

Griesebach und Gilgenast wollen den Umzug in die alte Post. Die endgültige Entscheidung soll bei der Gesellschafterversammlung des Landestheaters noch in diesem Monat fallen.

Die Rendsburger Kommunalpolitiker würden sich für den Wechsel einsetzen. „Finanzausschuss und Senat haben für einen um 100000 Euro höheren Gesellschafterbeitrag zu den laufenden Kosten ab der Spielzeit 2016 gestimmt. Jetzt bedarf es nur noch der Entscheidung der Ratsversammlung.“

Nach dem Abriss des Landestheaters in Schleswig und der unsicheren Zukunft dort will das Landestheater nach Rendsburg umziehen.

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