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Ende Mai erste Proben

Umzug nach Rendsburg Ende Mai erste Proben

Wo ab Juni für das Landestheater geprobt, geschneidert und geschminkt werden soll, stehen bislang nur ein paar Möbel und Kisten. Es sind die Vorboten des Umzugs des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters vom bisherigen Sitz in Schleswig zum künftigen in Rendsburg.

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Dieter Linowski koordiniert den Umzug des Landestheaters aus Schleswig nach Rendsburg.

Quelle: Merle Schaack

Rendsburg. 70 Beschäftigte aus Schleswig, werden dann im ehemaligen Telekomgebäude zwischen Jungfernstieg und Am Holstentor mit ihren Rendsburger Kollegen zusammenarbeiten.

 Viel Theater-Flair durchzieht das Gebäude noch nicht. Das Büro des Technischen Leiters Dieter Linowski ist bislang nur provisorisch eingerichtet. Ein Schreibtisch aus Schleswig, eine Steckdose fürs Handy. Mehr braucht er nicht, um den bevorstehenden Umzug zu koordinieren, für den er täglich zwischen Schleswig und Rendsburg pendelt. Daneben läuft das Alltagsgeschäft an den anderen acht Spielstätten weiter. Bühnen aufbauen, abbauen, umbauen – 6000 bis 7000 Vorstellungen gibt es pro Jahr an allen Spielorten des Landestheaters. „Das Hauptgeschäft“, sagt Linowski. An seiner Bürotür hängt das bisher einzige schmückende Element in den sonst noch kahlen Fluren und Räumen: Eine Postkarte mit der Aufschrift „Tagsüber Zirkus, abends Theater“. So soll es kommen, wenn hier Abteilungen wie Schneiderei, Maske, Ausstattungsleitung, Technische Leitung, Schauspielleitung, Öffentlichkeitsabteilung, Dramaturgie, Theaterpädagogik und Intendanz unter einem Dach gebündelt sind.

 Anfang des Jahres begann Linowski, der seit 31 Jahren für das Landestheater arbeitet, mit den Planungen für den Umzug. „Trotzdem muss man flexibel sein“, sagt er. „Mal erkrankt ein Schauspieler, und irgendwo wird eine Ersatzproduktion angesetzt, für die jemand gebraucht wird, den ich eigentlich hier eingeplant hatte.“

 Vor dem inneren Auge des 63-Jährigen ist sowieso schon alles fertig. „Hier werden zehn Schneiderinnen in zwei Räumen arbeiten“, erzählt er beim Rundgang. Kleiderstangen sind schon da. Auch eine Wand voll gestapelter Kisten mit Kostümen: Federboas, Stulpen, karierte Hemden – alles gut geordnet. Im Obergeschoss sind Bühnenarbeiter damit beschäftigt, zwei Probebühnen aufzubauen, eine kleine und eine große. Dazu wird der Boden mit Holzplatten ausgelegt. „Irgendwo müssen wir ja die Kulissen festschrauben.“ Auch Umkleidekabinen aus einem Holzgestänge dürfen nicht fehlen. Ende Mai sollen hier die ersten Proben stattfinden. Eine Familie und Supergute Tage stehen auf dem Programm.

 Auch eine künstlerische Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Rendsburg-Eckernförde, das Ende Juni mit Geschäftsführung und einigen Beratungsstellen in den anderen Gebäudeteil einzieht, sei denkbar, so Linowski, der mit den Räumlichkeiten zufrieden ist. „Sie sind unserem Zweck sehr angepasst.Wir werden hier gut arbeiten können.“ Damit auch der Weg zum benachbarten Stadttheater, in dem die Aufführungen stattfinden, so kurz wie möglich ist, baut die Stadt einen Durchgang. Kurz vor dem großen Einzug ins neue Werkgebäude ist Linowski optimistisch. „Wir werden das Zeitfenster einhalten. Das hier wird kein Berliner Flughafen“, sagt er lachend

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