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Die ersten Erdbeeren sind da

Landwirtschaftskammer Die ersten Erdbeeren sind da

„Clery“ und „Flair“ sind Frühstarter unter den Erdbeeren. Rot, prall und süß reifen sie unter hohen Tunneln aus Folien, beispielsweise auf dem Himbeerhof Steinwehr am Nord-Ostsee-Kanal bei Bovenau. Dort hat die Landwirtschaftskammer am Dienstag die Erdbeersaison eröffnet. Die Preise seien etwa auf Vorjahresniveau.

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Unter dem vier Meter hohen Foliendach reifen die ersten Erdbeeren auf dem Himbeerhof Steinwehr am Nord-Ostsee-Kanal  bei Bovenau.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Bovenau. Erdbeerland Schleswig-Holstein: 80 Betriebe bauen nach Angaben der Landwirtschaftskammer auf insgesamt 1000 Hektar Erdbeeren an. „Wir rechnen mit einem durchschnittlichen Ertrag wie in den Vorjahren“, sagt Peter Levsen Johannsen, der Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer. Rund 16000 Tonnen seien das, rechnet Tilmann Keller, der Obstbauberater der Kammer. Bis Anfang August soll die Saison gehen und mit Sorten wie „Florenz“ und „Malwina“ enden.

Anfang Mai schon Erdbeeren? Mit direkt über die Pflanzen gespannten Folien, Tunneln und Hummeln schlagen die Erdbeerbauern der Natur ein Schnippchen. Einer von ihnen ist Christian Kleimeier, neuer Betriebsleiter auf dem Himbeerhof Steinwehr bei Bovenau, einem 1100-Einwohner-Dorf zwischen Rendsburg und Kiel. Am Rand seiner Felder zeigt er auf sieben Gewächshäuser, die wie lang gestreckte Nissenhütten aussehen. Unter vier Meter hohen Foliendächern reifen auf fünf Dämmen pro Tunnel die ersten Erdbeeren der Saison. Etwa vier Wochen früher als im Freiland. Für die Bestäubung der Pflanzen haben Hummeln gesorgt. „Sie sind früher aktiv als Bienen.“ 100 Tonnen Erdbeeren will Kleimeier bis August aus den Tunneln, unter Folien und im Freiland ernten.

Der offizielle Start in die Erdbeersaison „ist einer meiner schönsten Termine“, sagt Landwirtschaftskammer-Geschäftsführer Peter Levsen Johannsen. „Die Erdbeere ist die schönste Frucht, die wir kennen in Schleswig-Holstein. Für mich ist es die Königsfrucht.“ Er preist den Frühstart unter Foliendächern, das „mildert Risiken“, nicht nur Frost, „auch Starkregen und Hagel“. Interessant sei das besonders für Direktvermarkter. „Sie profitieren“. 15 der 80 Erdbeer-Betriebe nutzen nach Angaben der Kammer auf rund 40 Hektar die hohen Folientunnel. „Die Anzahl der so produzierenden Betriebe nimmt weiter zu“, sagt Kammer-Sprecherin Isa-Maria Kuhn.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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