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Die letzten Pappeln fallen

Kronshagen Die letzten Pappeln fallen

Im Nachhinein ist Kronshagen nun schlauer: Auch die letzten drei ortsbildprägenden Weißpappeln im Vogteiweg müssen fallen – wohl noch in diesem Jahr.

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Kein Papperlapapp: Auch die letzten drei Weißpappeln im Vogteiweg sollen gefällt werden.

Quelle: TM

Kronshagen. Damit geht ein jahrelanger Kampf um die Natur zu Ende, der einmal damit begann, dass Triebe der Pappeln in den Vorgärten der auf der anderen Straßenseite liegenden Wohnhäuser ausschlugen.

 2009 stellte ein renommierter Gutachter so starke Schäden durch Kernfäule an vier der sieben Pappeln der Baumreihe fest, sodass sie umgehend gefällt werden mussten. Drei andere sollten aufmerksam beobachtet und an den Ästen gekappt werden. Die Gemeindevertretung lehnte den Antrag eines Anwohners, alle sieben Bäume zu fällen, ab. Der anschließende chirurgische Eingriff gab den verbliebenen drei Schattenspendern aber offenbar den Rest.

 „Umfangreiche Fäulnisbildungen, die sich häufig schon bis zu einem Meter unter den gekappten Stellen ausgebreitet haben, geben Zeugnis von diesem Eingriff“, stellte der neue Gutachter fest und fügte in seiner Expertise frustriert hinzu: „Wieder ein Beispiel dafür, dass Kappungen häufig nur zu einem kurzfristigen Erfolg führen; die Langzeitschäden sind unübersehbar.“ Aufgrund der sich ausbreitenden Fäulnisse sei die Verkehrssicherheit eingeschränkt. Der Gutachter sprach sich gegen einen weiteren Sicherungsschnitt aus, bei dem die maroden Äste entfernt werden müssten und das Erscheinungsbild nochmals erheblich leiden würde, weil jeweils nur noch ein Torso übrig bliebe. Zudem sei eine solche Aktion „wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll“. Er empfahl die Fällung spätestens im kommenden Winterhalbjahr. Als Ersatz soll der Bauhof dann erneut Hochstammbuchen pflanzen.

 Der Umweltausschuss nahm die Nachricht jetzt betrübt zur Kenntnis. Nur Thomas Kahle (CDU) sah sich bestätigt. Er hatte schon 2010 dafür plädiert, alle Pappeln zu entfernen, um durch die gleichzeitigen Neupflanzungen eine einheitlich große Baumreihe zu erhalten. Nun werden die Hainbuchen wie unterschiedliche Orgelpfeifen in der Reihe stehen.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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