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Oldtimer-Walze repariert Museumswege

Molfsee Oldtimer-Walze repariert Museumswege

Es tuckert und rumpelt im Freilichtmuseum, wenn am Sonntag, 17. Juli, beim Lanz-Bulldog-Treffen historische Maschinen angeworfen werden. Eine 74 Jahre alte Dampfwalze soll übers Gelände schnaufen. Bei der Eröffnung zweier Ausstellungen in der Meierei und im Maschinenmagazin sind ebenfalls Oldtimer am Start.

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Hingucker vor der alten Apotheke im Freilichtmuseum: Die historische Walze soll am Sonntag unter Dampf gesetzt werden und bei der Reparatur von Wegen zum Einsatz kommen, sagt Museumslandwirt Uwe Jansen.

Quelle: Beate König

Molfsee. Liebhaber historischer Landmaschinen können sich bei der funktionstüchtigen Walze in die massive Schönheit der Dampftechnik vertiefen. Mit dem hohen Schornsteinrohr, einem langgezogenen Kessel und den großen roten Felgen sieht die 5,35 Meter lange Walze fast wie das Gefährt von Jim Knopf und Lukas, dem Lokomotivführer aus. Der zehn Tonnen schwere Oldtimer soll am Sonntag eingesetzt werden, um die Löcher in den Kieswegen rund um die Meierei und die Apotheke auszubessern. Zwei Stunden vor Arbeitsbeginn wird dafür der 1942 gebaute Koloss mit Kohle angeheizt. 25 Kilogramm Kohle pro Stunde verschlingt die Walze, damit der Dampfdruck stimmt. Das Verfolgen der Bauarbeiten könnte für Zuschauer zur Entdeckung der Langsamkeit werden. Die Maximalgeschwindigkeit des technischen Helfers beträgt meditative drei Kilometer pro Stunde.

 Mit der sanierten und museumspädagogisch auf den neuesten Stand gebrachten Meierei aus Voldewraa eröffnet das Freilichtmuseum eine neue Attraktion. Das Backstein-Gebäude von 1874 ist eine Rarität. Es ist bundesweit die einzige Museumsmeierei, in der die Anfänge der genossenschaftlichen Milchverarbeitung in frühindustrieller Zeit gezeigt werden kann. Zur Eröffnung der Dauerausstellung Von Schleudermilch und Lederkäse wird das neue Glanzstück in Fachvorträgen gewürdigt.

 Im neuen Maschinenmagazin wird noch kräftig gewienert. Ein Staubsauger brummt, von Hand werden Kühlergrills und Felgen, Lenkräder und Sitze von zehn historischen Traktoren gereinigt. Entrostet und überlackiert werden Karosserien und Auspuffanlagen der betagten Ackerhelfer nicht. „Die Patina soll erkennbar bleiben“, sagt Guntram Turkowski, im Freilichtmuseum zuständig für den Fuhrpark. Sein Ziel: In den nächsten Jahren alle Oldies von Deutz und Lanz wieder in Gang zu bringen. „Es gibt Ersatzteile.“ Zurzeit fährt von den Schaustücken nur ein Deutz, Baujahr 1956. Der Museumslandwirt Uwe Jansen nutzt den unkaputtbaren 60-Jährigen mit elf PS und Wasserkühlung für Kartoffel- und Getreideanbau auf dem 60 Hektar großen Museumsgelände.

 Ausstellungseröffnungen: Sonntag, 17. Juli, 11 Uhr, Meierei Voldewraa „Von Schleudermilch und Lederkäse“; 14 Uhr, Traktorensammlung, Schau im Maschinenmagazin; 11 bis 16 Uhr, Lanz-Bulldog-Treffen, historische Schlepper und Landmaschinen im Einsatz; Freilichtmuseum, Hamburger Landstraße 97, Molfsee, www.freilichtmuseum-sh.de

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