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Flintbek Arbeiten mit Druck

Einer arbeitet, sechs schauen zu – so ähnlich sah es am Freitagmorgen auf der Baustelle in der Gartenstraße von Flintbek aus: Tim Bühring hatte bei seiner speziellen Arbeit Zuschauer, offizielle von der Verwaltung und weniger offizielle aus der Nachbarschaft: Es ging um statische Lastplattendruckversuche.

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Die Anwohner Norbert Rätzke (links) und Hans-Heinrich Bodlack schauen Tim Bühring bei der Arbeit zu.

Quelle: Sorka Eixmann

Flintbek. Rückblick: Der geplante Ausbau der Gartenstraße rief in der Planungs- und Entscheidungsphase viel Widerspruch bei den betroffenen Anwohnern hervor (wir berichteten). Die Gemeinde nahm die Sorgen und Wünsche der Anlieger ernst, unter anderem wurde das Planungsbüro gewechselt. Seit Beginn der Ausbauarbeiten Anfang April werden die Anwohner über den Stand der Arbeiten detailliert auf dem Laufenden gehalten, auch bei den Plattendruckunterschungen waren Anwohner dabei.

 „Ich nenne es eine vertrauensbildende Maßnahme, dass wir teilnehmen dürfen“, erklärte Anwohner Norbert Rätzke mit einem Schmunzeln. Gemeinsam mit Hans-Heinrich Bodlack ist er regelmäßiger Teilnehmer der Stippvisiten im Baubereich. Am Freitag waren zusätzlich Bürgermeister Olaf Plambeck, Bauamtsleiter Stefan Bettin, Tiefbau-Experte Olaf Sörensen (alle Flintbek) sowie Ingenieur Jens Thaysen (Wasser- und Verkehrskontor) vor Ort. Nicht zu vergessen Baggerfahrer Bernd Fleischer, denn ohne ihn konnte auch Tim Bühring von der Firma Schnoor und Brauer seinen statischen Lastplattendruckversuch nicht starten: Der Bagger, zu dem der Druck aufgebaut wurde, war quasi das Gegenstück zu der unten liegenden Platte.

 Daher war es auch notwendig, dass der Bagger nah an der zuvor ausgehobenen Grube stand. Wenn es nicht passte, dann musste Baggerfahrer Fleischer das tonnenschwere Gerät eben noch mal kurz umparken, Millimeterarbeit war für ihn kein Problem. An diesem Tag waren insgesamt sechs Lastplattendruckversuche durchzuführen. „Im Grunde handelt es sich um eine Art Verdichtungskontrolle“, erläuterte Bühring seine Arbeit. „Wir testen, wie standfest der Boden ist.“ Wenn die später konkret ausgerechneten Zahlen belegen, dass die Dichtigkeit des Bodens nicht ausreichend ist, muss ein Bodenaustausch vorgenommen werden. Doch die genauen Zahlen werden noch durch das Ingenieurbüro errechnet und dann an das Bauamt weitergegeben.

 „Die ersten Versuche am Anfang der Gartenstraße haben genau das bereits ergeben“, wusste Stefan Bettin. Es sei wahrscheinlich, dass der Untergrund auch in der restlichen Straße ähnlich sein werde. Damit wird auch ein Bodenaustausch in geschätzter Höhe von 30 Zentimetern wahrscheinlich. Die, ebenfalls geschätzten, Mehrkosten würden sich dann auf rund 75000 Euro belaufen. Die Summe der Kosten für die 600 Meter lange Ausbaustrecke liegt bei zirka 915 000 Euro.

 Norbert Rätzke: „Das ist dann auch eine Investition, die nachhaltig ist.“ Sagte es und ging zur nächsten Grube, die ebenfalls von Tim Bühring untersucht wurde – während die anderen zusahen.

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
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