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Die Tat eines Selbstsüchtigen

Lebenslang für Rendsburger Finanzamtsmord Die Tat eines Selbstsüchtigen

Für die Urteilsverkündung im Schwurgerichtssaal des Landgerichts erhebt der Angeklagte Olaf L. (55) sich aus seinem Rollstuhl. Aufrecht stehend und äußerlich gelassen nimmt der Steuerberater aus Fockbek die offenbar erwartete Höchststrafe für die tödlichen Schüsse auf einen Sachgebietsleiter des Rendsburger Finanzamts entgegen.

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Rendsburg, 1. September 2014: Einsatzkräfte bringen den tödlich verletzten Sachgebietsleiter Wolfgang B. aus dem Finanzamt.

Quelle: Kühl

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Kommentar

Das Urteil in einem der spektakulärsten Strafverfahren der letzten Jahre in Schleswig-Holstein ist gesprochen: Die tödlichen Schüsse des Steuerberaters Olaf L. auf einen leitenden Finanzbeamten waren „Ausdruck absoluten Vernichtungswillens“. Heimtückischer Mord. Die gesetzlich zwingende Folge ist eine lebenslange Freiheitsstrafe. Für die Strafjustiz ist der Fall damit aufgearbeitet. Aber noch lange nicht für das betroffene Finanzamt, auch nicht für alle Einrichtungen mit Bürgerkontakt und Konfliktpotenzial.

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