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Lesung beendet Saison im Steinpark

Warder Lesung beendet Saison im Steinpark

Mit einer Lesung von Ruth Rockenschaub endete am Sonntag das achte Kulturprogramms im Steinpark Warder. Ben Siebenrock, Mentor und Schöpfer des Skulpturenparks, hatte die Veranstaltung als krönenden Abschluss der Saison geplant. 3500 Besucher hatten in diesem Sommer den Weg in den Steinpark gefunden.

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Ben Siebenrock mit einem Modell seiner Think-Skulptur zum Abschluss der achten Saison im Steinpark Warder.

Quelle: Beate König

Warder. „Haben Sie Sitzprobleme? Ja, wenn man zu schlank ist ...“ Wer sich bei der Lesung von Ruth Rockenschaub auf den Gartenstühlen rührte, wurde sofort Teil der Show. Mit Satire und Comedy jüngerer Autoren, grandiosem Timing und raumfüllender Präsenz rockte die 63-Jährige die Finissage des achten Kulturprogramms im Steinpark Warder. Ben Siebenrock, Mentor und Schöpfer des Skulpturenparks, hatte die Lesung „Patrick Swayze ist tot, und Michael Ballack will mich auch nicht mehr“ als krönenden Abschluss der Saison geplant.

 Schallendes Gelächter erntete die ehemalige NDR-Der-Club- und Soultrain-Moderatorin mit ihrer dramatischen Version einer Geschichte von Christian Bartels über Tanzstunden-Erfahrungen. „Man nannte mich die Pina Bausch des Grauens, ich habe eine ICE-Trasse durch Rheinland-Pfalz gediscofoxt und hatte Jobs als Mähdrescher.“

 Rund 3500 Besucher haben seit Juni den Weg zur fünf Hektar großen Open-Air-Galerie, zu SHMF- und Jazz-Konzerten gefunden. Siebenrocks resumiert knapp: „Da ist noch Luft nach oben.“ Er hofft, dass die wechselnde Schau, die 20 Skulpturen und 30 Modelle seiner Arbeiten, dazu Gemälde, großformatige Collagen, Glasfenster und Bücher umfasst, ähnlich wie die NordArt, jedes Jahr mehr Gäste anzieht. „Dort begann auch alles im Kleinen.“

 Auf Massenandrang ist Siebenrock nicht aus. Kunst ansehen, anfassen oder beim Stein polieren ausprobieren können, wie sich das Material beim Bearbeiten verändert, ist für den Programmplaner „ein Weg“.

 Zum Saisonauftakt war das finnische Café mit einem neuen Boden und Tresen, dazu mit Birkenstämmen als dekorativem Element ausgestattet worden. Im kommenden Winter soll der Boden im zur Galerie umgebauten Kuhstall im gleichen Stil erneuert werden. Noch ist Siebenrock mit der Bauverwaltung im Gespräch. „Man muss für ein öffentlich genutztes Gebäude viele Vorgaben erfüllen.“ Der Sanitärtrakt der Konzertscheune ist bereits erneuert. Still ist der Ort nicht: Grillenzirpen und Violinklänge einer Klanginstallation hüllen Besucher in einen akustischen Land-Kultur-Mix ein. „Ein Musiker vom Schleswig-Holstein-Musik-Festival ist hier geblieben und spielt auf dem Dach“, sagte Siebenrock und schmunzelte.

 Die Sonntagsöffnungszeiten sollen 2017 gespart werden. Angemeldete Gruppenführungen gehören dagegen weiterhin zum Angebot. Sie wurden gut angenommen. bk

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