20 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Silberne Nägel kennzeichnen Parkbuchten

Lindenplatz Bordesholm Silberne Nägel kennzeichnen Parkbuchten

Das Amt Bordesholm will das „Wild-Parken“ auf dem Lindenplatz einschränken: Nun markieren silberne Nägel auf dem historischen Pflaster neue Parkbuchten. Auf den sieben Stellplätzen gilt eine Höchstparkdauer von zwei Stunden. Das Ordnungsamt wird hier künftig stärker kontrollieren, um Chaos zu vermeiden.

Voriger Artikel
"Ich habe keinerlei Wechselabsichten"
Nächster Artikel
Frauen-Trio gründet neue Fraktion

Die TBH-Mitarbeiter Marko Lübker (links) und Oliver Zimmermann markieren auf dem historischen Kopfsteinpflaster die neuen Parkbuchten. TBH-Chef Ronald Thies beobachtet das Ganze. Im Hintergrund ist die gestutzte Gerichtslinde zu sehen.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Marko Lübker, Mitarbeiter des Technischen Betriebshofes (TBH) in Bordesholm, kniet auf dem historischen Lindenplatz-Pflaster. Er nimmt mit dem Hammer Maß und befördert den silbernen Nagel mit Kugelkopf mit drei Schlägen in den mit Zement ausgefüllten Boden. Auf diese Weise markieren er und sein Kollege Oliver Zimmermann sieben Stellflächen für Autos und einen Behindertenparkplatz. Mit dieser klareren Ausweisung will das Amt gegen das Park-Chaos angehen.

 Der Lindenplatz, der als historische Keimzelle Bordesholms gilt, ist ein Anziehungspunkt. Nicht nur bei Veranstaltungen in der Klosterkirche oder im Altenpflegeheim Klosterstift ist das Areal mit Autos dicht geparkt. Die Gemeinde müsse dafür sorgen, dass die Rettungswege frei bleiben, und immer öfter komme es vor, dass das nicht der Fall ist, so Ordnungsamtsleiter Sven Ingwersen. „Die stehen hier immer kreuz und quer“, beschreibt er besonders schlimme Tage. Kontrollen durch das Amt mit „Knöllchen“ haben in der Vergangenheit allerdings immer für Ärger sowohl bei den Autofahrern als auch in der Behörde gesorgt. Der Lindenplatz ist ein „verkehrsberuhigter Bereich“, wo Parken nur auf ausgewiesenen Flächen erlaubt ist. Die Ausweisung ist aber offenbar nicht eindeutig genug gewesen, denn einige Autofahrer waren mit einem Widerspruch gegen ein Ticket erfolgreich.

 Das Amt hofft, mit der Nagel-Kennzeichnung, die mit Polizei, Kirchengemeinde und Klosterstift abgestimmt wurde, auf der sicheren Seite zu sein. „Die Nägel sind ein Kompromiss. Wir wollten das historische Pflaster nicht mit weißen Linien verschandeln“, betonte Ingwersen. Für die insgesamt acht Parkplätze gilt jetzt eine Höchstparkdauer von zwei Stunden. „Wir werden den Bereich jetzt auch verstärkt durch Mitarbeiter des Ordnungsamtes überwachen lassen“, kündigte er an. Aus seiner Sicht müsse man auch nicht unbedingt auf dem Lindenplatz parken. Zahlreiche große Parkplätze, die wie beispielsweise an der Verwaltungsakademie vor allem am Wochenende leer stehen, könnten genutzt werden. „Das sind vielleicht 200 Meter Fußmarsch.“

 Noch nicht geregelt ist die Park-Situation allerdings direkt vor dem Gebäude Klosterstift. Insbesondere die immer wieder vor dem Eingang stehenden Autos sind Ingwersen aus Sicherheitsgründen ein Dorn im Auge.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3