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Jubiläums-Transall endet in Holland

Lufttransportgeschwader 63 Jubiläums-Transall endet in Holland

Die Tage der Jubiläums-„Transall“ in den Schleswig-Holstein-Farben auf dem Nato-Flugplatz Hohn laufen ab. Sie soll als Ausstellungsstück beim Europäischen Lufttransportkommando in Eindhoven in den Niederlanden enden. An diesem Wochenende tritt die Maschine noch einmal bei Flugtagen am Bodensee auf.

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An diesem Wochenende ist die "Transall" in den Schleswig-Holstein-Farben zu Gast bei den Dornier-Tagen am Bodensee.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Hohn. In und um die Jubiläums-„Transall“ am Rand der Rollbahn auf dem Nato-Flugplatz wuselten an diesem Freitag Mechaniker mit Schraubendreher und Werkzeugkasten. Sie gehörten zur Technischen Gruppe des Lufttransportgeschwaders (LTG) 63 in Hohn und bereiteten die Maschine vor auf den Flug nach Friedrichshafen am Bodensee. Dort soll sie die schleswig-holsteinischen Transportflieger bei den Do-Days, den Dorniertagen am Dorniermuseum vertreten. Der Kommodore des LTG, Oberst Hartmut Zitzewitz, flog die Transall gen Süden.

Es war einer der letzten Flüge der Maschine mit der Kennung 50+95. Denn sie soll demnächst ausgemustert werden und als Ausstellungsstück beim Europäischen Lufttransportkommando in Eindhoven stehen - flugunfähig. Bei ihrem letzten Flug in die Niederlande wollen Hartmut Zitzewitz und sein Stellvertreter, Oberstleutnant Thies Voigt, im Cockpit sitzen. Der Termin steht noch nicht fest. Dass die Jubiläums-„Transall“ mit der lackierten LTG-Geschichte als Museumsstück enden sollte, war schon bei ihrer Vorstellung im April klar. Nur: Viele Bürger in der Region hatten das verdrängt. Die bunte „Transall“ gehört nämlich schon zum gewohnten Bild am Himmel.

Kommodore Hartmut Zitzewitz: „Wir haben sehr wohl gespürt, wie das Flugzeug in der Region angekommen ist.“ Aber: „Wir haben leider hier am Platz keine Möglichkeit, das Flugzeug zu präsentieren.“ Also nach Eindhoven, wo das Europäische Lufttransportkommando neben dem zivilen Flugplatz liegt. Zitzewitz: „Für uns war das die Chance, das Flugzeug zu erhalten.“ Gerod Kassens, stellvertretender Kommandeur der Technischen Gruppe beim LTG: „Man merkt, dass hier alle stolz sind auf das Luftfahrzeug. Insofern gibt es auch einen Abschiedsschmerz.“

Sechs Mechaniker sollen in Holland Teile wie Bordcomputer, Hydraulikpumpen, Propeller und Triebwerke abbauen für das Ersatzteillager noch fliegender Transall-Maschinen, sagt Gerold Kassens. Damit in Eindhoven nicht ein hässlicher Torso steht, ersetzen die Techniker die abmontierten Teile durch solche, die nicht mehr für den Flugbetrieb taugen, erklärt der Oberstleutnant. Die 50+95 „steht da dann hoffentlich viele, viele Jahre in gepflegtem Zustand“.

In Sonderfarben sind Bundeswehr-Flugzeuge nur kurz unterwegs, erklärt der Kommodore. Entweder bis zur bald anstehenden Generalüberholung mit Neulackierung oder bis zur bevorstehenden Ausmusterung. Nach 45 Jahren und knapp 13000 Flugstunden habe der Jubiläums-Flieger sein Höchstalter erreicht, sagt Gerod Kassens. Das entspreche 150 Erdumrundungen.

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Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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