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Lufttransportgeschwader soll länger bleiben

Hohn Lufttransportgeschwader soll länger bleiben

Bleibt das Lufttransportgeschwader 63 über 2021 hinaus in Hohn? Dafür setzen sich Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast (SPD) und Innenminister Stefan Studt (SPD) ein. Für den Fall, dass die Luftwaffe Transportflugzeuge des Typs Hercules C-130 anschafft, haben sie Hohn als Standort ins Spiel gebracht.

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Bürgermeister Gilgenast macht sich für den Standort Hohn stark.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. Aktuell fliegt das Lufttransportgeschwader (LTG) 63 mit Transall-Maschinen in Mali.

 Erst im Dezember hatte das Bundesverteidigungsministerium entschieden, das LTG 63 statt bis 2018 bis 2021 zu erhalten. Anlass für die Nutzungsverlängerung waren Lieferschwierigkeiten beim Transall-Nachfolger von Airbus, dem Lufttransporter A400M. Mit ihm will die Bundeswehr die in den 1960er-Jahren entwickelte Transall ersetzen. Nun soll der „Engel der Lüfte“ länger durchhalten und dabei nach übereinstimmenden Medienberichten Unterstützung von Flugzeugen des Typs C-130 Hercules bekommen. „Als ich in den Medien hörte, dass die Luftwaffe überlegt, welche anzuschaffen, drängte sich mir die Frage auf, ob es nicht sinnvoll wäre, sie mit der Transall in Hohn zusammenzuziehen“, sagt Pierre Gilgenast. Beim Besuch einer Hercules in Hohn sei ihm die Ähnlichkeit der beiden Flugzeug-Typen aufgefallen. „Das LTG 63 hat eine hohe wirtschaftliche Bedeutung für uns“, sagt Gilgenast. Seine Idee für eine weitere Nutzungsverlängerung habe er Innenminister Stefan Studt unterbreitet. Der habe daraufhin ein zweiseitiges Schreiben an Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen geschickt, mit der Bitte, Berlin möge im Falle einer Beschaffung von Flugzeugen des Typs Hercules C-130 in die Überlegungen einbeziehen, Hohn zum Standort zu machen.

 Ab 2018 sind die Flieger aus Hohn der einzige Verband, der propellerbetriebene Transportflugzeuge fliegen und warten kann. Denn das in Landsberg am Lech ansässige LTG 61 wird schon Ende 2017 aufgelöst, der Restflugbetrieb der Transall nach Hohn verlegt. Dort sind momentan rund 1200 Menschen beschäftigt. Doch die könnten laut Kommodore Oberst Hartmut Zitzewitz trotz der Ähnlichkeit mit der Transall nicht ohne Weiteres Hercules-Maschinen fliegen. „Die Hercules kann hier landen, aber wir können sie nicht als Piloten bewegen“, sagt er. „Wir müssten erst Piloten und Techniker neu ausbilden.“ Zum Vorschlag von Bürgermeister und Innenminister gibt er sich zurückhaltend. „Der Ansatz der Landesregierung zu versuchen, eine mögliche Nachnutzung des Flugplatzes zu erreichen, sehe ich als nicht verwerflich“, sagt er. „Ob wir die Maschinen brauchen, entzieht sich meiner Bewertung.“

 Indes fliegen zwei Transall-Maschinen des LTG 63 seit dem 8. April wieder ins afrikanische Mali, um französische Truppen mit Lufttransporten zu unterstützen. Das gab Zitzewitz am Montag bekannt. Für den Folgeauftrag eines im Sommer 2014 beendeten Mali-Einsatzes seien rund 40 Mann abgestellt. Von Niamey, der Hauptstadt Nigers, fliegen zwei Besatzungen Versorgungsgüter ins nordmalische Gao.

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