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Charmantes Spiel der Emotionen

Eckernförde Charmantes Spiel der Emotionen

Wer kann schon von sich behaupten, den Ruf eines Instruments verändert zu haben? Lydie Auvray kann es. Seit fast 40 Jahren zeigt sie, dass ein Akkordeon weitaus mehr zu bieten hat als Schlager- oder Volksmusik. Die Französin hinterließ ein begeistertes Publikum.

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Mal mit viel Gefühl, dann wieder voller Energie: Lydie Auvray zeigte in Carls Showpalast die gesamte Bandbreite ihres Könnens.

Quelle: Lutz Timm

Eckernförde. Zusammen mit Markus Tiedemann an der Gitarre und Eckes Malz an Piano und Percussion setzte die Grande Dame des Akkordeons als Lydie Auvray Trio im sanft beleuchteten Showpalast ein musikalisches Ausrufezeichen. Nicht nur zart und gefühlvoll, auch kräftig und lebhaft – sie zeigte an ihrem Knopfakkordeon, dass sie alle musikalischen Facetten aus dem Handgelenk beherrscht.

Dabei machte es beinahe keinen Unterschied, ob sie als Solistin agierte oder mit dem gesamten Ensemble, ob rein instrumental oder unterstützt durch ihre kräftige warme Stimme. Die Emotionen der Stücke trugen sich durch die Ausdrucksstärke der Gesamtkompositionen und waren auch für den musikalischen Laien förmlich greifbar. Während zu Beginn die zarten Töne dominierten, steigerte sich das Trio mit der Zeit in Tempo und Melodik. Von französischer Tanzmusik der 1920er Jahre über Bossa Nova bis hin zu Einflüssen des Reggae zeigten sich die verschiedenen Stilmixe in den ausgewogenen Arrangements aus der langen Schaffenszeit der Musikerin.

Auch im Dialog mit den knapp 190 Gästen zeigte sich Auvray von ihrer charmanten Seite und berichtete offen und persönlich von der Entstehungsgeschichte der zumeist selbstkomponierten Stücke.

Begeistert zeigten sich auch Daniela Schulz aus Loose und Harald Barth aus Altenholz. „Sie bringt einfach dieses lockere Lebensgefühl rüber“, fand Schulz. „Bei der Kombination aus Musik und Gespräch kann man sich schön berieseln lassen.“ Bei Barth, der Auvray zum ersten Mal sah, stellte sich beim Zuhören „eine Sehnsucht nach Südamerika und Tango“ ein.

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