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Onkel Maik fand Freunde in Jamaika

Flintbek Onkel Maik fand Freunde in Jamaika

Maik Looft aus Flintbek schwärmt von seinem Freiwilligendienst in Jamaika. Die Organisation Projects Abroad machte den Auslandsaufenthalt des 25-Jährigen möglich. Er ist von dem Konzept, sozialen Dienst mit Auslandserfahrungen verbinden, so überzeugt, dass er seine Geschichte erzählt, um mehr Menschen dafür zu begeistern.

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Der Flintbeker Maik Looft mit seinen Kolleginnen in dem Kindergarten auf Jamaika.

Quelle: Maik Looft

Flintbek. „Es war die Zeit meines Lebens.“ Der Flintbeker Maik Looft sagt diese Worte aus tiefer Überzeugung. Seine Augen strahlen, wenn er an „die Zeit“ denkt und darüber spricht: Über die zehn Wochen, die er im vergangenen Herbst in Jamaika seinen Freiwilligendienst in einem Kindergarten geleistet hat.

 „Der Abschied ist mir wirklich schwer gefallen, ich hatte ein lachendes, aber vor allem ein weinendes Auge“, erinnert sich der 25-Jährige. Der Flintbeker, der als Erzieher im Pädiko-Kindergarten in Neumeimersdorf arbeitet, hatte schon länger die Idee, den Aufenthalt im Ausland mit einem sozialen Projekt zu verbinden. Sein Ziel: Jamaika. „Ich liebe die Musik und auch das Land.“ Nur die Organisation Projects Abroad vermittelt Interessierte nach Jamaika – und so bekam Looft unbezahlten Urlaub und machte sich auf den Weg in die Karibik.

 Looft hatte sich zuvor für die Arbeit in einer Kindertagesstätte entschieden, Projects Abroad organisierte alles, was zu dem zehnwöchigen Aufenthalt dazugehört. Mit einem Aber: „Bezahlt wird aus eigener Tasche.“ Die Unterbringung erfolgt in Gastfamilien, auch beim Weg zur und von der Arbeit bekommt man Unterstützung. „Und drei Mahlzeiten am Tag“, erzählt Looft mit einem Schmunzeln. Der junge Flintbeker hatte ein eigenes Zimmer, das Bad habe man sich schon mal teilen müssen. „Alles ist etwas einfacher, aber daran gewöhnt man sich schnell.“ Aber es ist auch wesentlich wärmer, am kältesten sei es mit 22 Grad gewesen, so Looft.

 Fünf Wochen hat er in einer sogenannten Basic School mit drei bis fünf Jahre alten Kindern gearbeitet, die restlichen fünf Wochen war er in einem privaten Tagescenter für Kinder im Alter von drei Monaten bis fünf Jahren zuständig. „Von Basteln und Malen bis zum Füttern habe ich alles gemacht. Die Kinder dort werden etwas strenger als bei uns erzogen, aber sie sind ausgesprochen süß.“ Ein Beispiel: „Morgens vor dem Unterricht wird die Nationalhymne gesungen. Und die Lehrer erwarten, dass die Schüler hören – und zwar umgehend.“ Die Landessprache sei Patois, als Amtssprache gilt Englisch. Von den Kindern und auch von den Kolleginnen wurde Looft nur „Onkel Maik“ genannt. „Durch meine helle Haut war ich immer etwas Besonderes.“

 Neben der sozialen Arbeit kam auch das Privatleben auch nicht zu kurz. Viel hat Maik Looft, der in Mandeville wohnte, auch von Land und Leuten gesehen. „Wir waren am Grab von Bob Marley und haben auch die großen Wasserfälle besucht.“ Besonders gefallen hat ihm die große Wertschätzung, die ihm von den Einheimischen entgegengebracht wurde. „Es war eine tolle Zeit, es wurden Freundschaften geschlossen, und ich bin noch in Kontakt mit den Kollegen, die Freunde wurden.“

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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