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Manchmal hört man ein Cello heraus

Windharfen in Bordesholm Manchmal hört man ein Cello heraus

Sobald der Wind die Blätter bewegt, fangen auch die Saiten in den metallenen Hohlkörper an zu schwingen und bringen die Windharfen im Garten des Bordesholmers Martin Stuckert zum Klingen. „Es ist ein ganz eigener Sound, manchmal höre ich auch ein Cello heraus“, erzählt der Künstler.

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Krach machen die Windharfen von Martin Stuckert nicht: Nur eher gleichmäßige Winde unter Sturmstärke bringen die Stahlblechkonstruktionen zum Klingen.

Quelle: Sven Tietgen

Bordesholm. Ein tiefes Summen schwillt an und mischt sich mit hellen, an Violinen und Querflöten erinnernden Tönen zu einer mythisch anmutenden Klangmixtur. Die Windharfe verleitet zum Lauschen. Bei stürmischen Winden gibt das aus Stahlblech gefertigte Instrument mit den Kunststoffsaiten aber kaum noch einen Ton von sich. Bei Sturm schaukeln sich die Schallwellen der Saiten auf und neutralisieren sich gegenseitig, erklärt Stuckert. „Es ist ein Sound, der dem Wohlbefinden und der Entspannung dient. Und ein Hingucker ist es obendrein“, betont der 46-jährige Bordesholmer.

 Vor sechs Jahren erlebte Martin Stuckert in einem Barfuß-Park erstmals den Klang einer Windharfe, die auch als Äolsharfe bekannt ist. Fasziniert vom Klang baute der damals in der IT-Branche tätige Bordesholmer eigene Modelle und experimentierte mit verschiedenen Materialien. Herausgekommen sind Kreationen, deren Resonanzkörper die Form einer Blatthälfte haben und die er als Gartenharfen anbietet. Aus Spaß hat Stuckert auch mal eine E-Gitarre auseinandergenommen und daraus eine Windharfe mit Tonabnehmer im hölzernen Resonanzkörper gebaut. „Daran kann ich einen Verstärker plus Effektgeräte anschließen, das gibt ganz interessante Sounds.“

 Den Kombinationen aus Kunstwerk und Musikinstrument gibt er meist Namen von Winden oder Windgöttern, ein Exemplar taufte er wegen der Farbe allerdings auf „Rote Lady“. Damit ist Martin Stuckert auf Kunsthandwerkermärkten unterwegs, über die Einladung zum nächsten Martinsmarkt in Bissee freut er sich deshalb auch besonders. Außerdem peilt der Künstler den Bau einer richtig großen Windharfe an. „Dafür wäre ein Platz am Bordesholmer See großartig“, kann er sich vorstellen.

 Weitere Informationen zu den Windharfen gibt Martin Stuckert unter Tel. 04322/751102, im Internet: www.gartenharfe.de

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