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Massiver Protest gegen Schließung der Geburtshilfe

Mütter verteilten Unterschriftenlisten in der Innenstadt Massiver Protest gegen Schließung der Geburtshilfe

„Die Schließung der Geburtshilfe am Eckernförder Krankenhaus darf nicht sein! Dagegen müssen wir etwas unternehmen.“ Eckernförder Frauen wehren sich mit einer Unterschriftenaktion gegen die Schließung der Entbindungsstation.

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Die Unterschriftenlisten, die Anne Schade, Daniela Spahr und Jasmin Wenger gestern Morgen verteilten, werden überall mit offenen Armen aufgenommen - auch bei Apothekerin Petra Reisener in der Nicolai-Apotheke am Ochsenkopf (von links). Foto C. Müller

Quelle: Foto C. Müller

Eckernförde. Eckernförde. „Die Schließung der Geburtshilfe am Eckernförder Krankenhaus darf nicht sein! Dagegen müssen wir etwas unternehmen.“ Jasmin Wenger aus Eckernförde, die auf der Station vier Kinder geboren hat, sowie die jungen Mütter Daniela Spahr und Anne Schade waren spontan einig, als sie von dem Aus für die Geburtshilfe zum 1. Oktober erfuhren. Am Montag verteilten sie Unterschriftenlisten bei Kinderärzten- und Frauenärzten sowie Apotheken in der Innenstadt und wurden unterwegs von Passanten angesprochen, die unterschreiben wollten.

Die drei Frauen hatten zunächst im Internet über Facebook zwei Gruppen eingerichtet, die inzwischen über 1500 Mitglieder haben. Wie viele Eckernförder inzwischen auf den Papierlisten unterzeichnet haben, lässt sich kaum schätzen. Minütlich trugen sich gestern Frauen, Männer, Junge und Ältere ein. Am Sonntag hatten binnen zwei Stunden mehr als 600 Menschen unterschrieben.

Auch Apothekerin Petra Reisener von der Nicolai-Apotheke am Ochsenkopf schrieb sich gestern sofort ein und legte die Protestliste in ihrer Apotheke aus. „Dass eine Entbindungsstation, die über Jahrzehnte einen hervorragenden Ruf bewahrt hat, mit einem Federstrich beseitigt wird, ist nicht nachvollziehbar“, sagte sie. „Die Frauen kommen von überall, um ihr Baby in Eckernförde zur Welt zu bringen.“ „Und man hat gespürt, dass es den Hebammen und dem Personal auf der Station eine Herzenssache ist“, ergänzte Jasmin Wenger. Bei allen vier Kindern hatte ihr sogar dieselbe Hebamme zur Seite gestanden.com

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