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Eine Mauer mit wechselvoller Geschichte

Kloster Bordesholm Eine Mauer mit wechselvoller Geschichte

Wolfgang Bauch öffnet ein bislang unbekanntes Kapitel der Klosterkirchenhistorie in Bordesholm: Der pensionierte Archäologe will die Geschichte der Ziegelsteinmauer aufdecken, die sich von der Kirche bis zum See hinunterzieht. Das Bauwerk ist aktuell in einem maroden Zustand. Bauch sieht Handlungsbedarf.

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Wolfgang Bauch sieht Handlungsbedarf: Die Umfassungsmauer an der Klosterkirche ist marode und droht streckenweise umzustürzen.

Quelle: Sven Tietgen

Bordesholm. Rund 100 Meter lang ist die Backsteinumfassung, die teilweise auf dem Grund der Klosterkirchengemeinde steht, zum Teil aber auch auf dem der Kommune Bordesholm. Forderungen in Richtung Sanierung stellt Wolfgang Bauch momentan nicht: Das Vorstandsmitglied des Kultur- und Verschönerungsvereins Bordesholmer Land will zunächst der Geschichte der Mauer auf den Grund gehen und dafür in Archiven wie dem des Landesmuseums in Schleswig forschen. „Ich bin mir noch nicht sicher, wie alt die einzelnen Mauerabschnitte wirklich sind. Sie haben auf jeden Fall eine wechselvolle Geschichte durchgemacht, das kann man an den unterschiedlichen Ziegeln erkennen“, erläuterte der gebürtige Bordesholmer.

 Bis zu drei Meter hoch ragt das Bauwerk auf, das im Bereich zwischen Klosterkirche und Altem Friedhof mit Steinen im sogenannten Klosterformat gemauert wurde. „Die sind so groß, dass man sie nicht mit einer Hand greifen kann“, erzählte Bauch. Zugemauerte Fenster- oder Türöffnungen gehen auf das 18. Jahrhundert zurück, als das Areal in Hanglage der Garten des Bordesholmer Amtmanns war. Heute fehlen Teile der Mauer, zudem wurde sie in den vergangenen Jahrzehnten nicht gepflegt. Die Folge: Das Stück am Alten Friedhof ist in Schräglage und wird nur von dicht an der Mauer stehenden Bäumen am Umfallen gehindert. An anderen Stellen fehlen die für Klostermauern typischen Dachziegel, weite Bereiche sind überwuchert. „Teilweise wird die Mauer nur noch vom Efeu zusammengehalten. Lange wird das nicht mehr halten“, sagte der ehemalige stellvertretende Leiter des Landesamtes für Denkmalpflege.

 Für weitere Untersuchungen müsste aus Sicht Bauchs ein Mauerbereich aufgegraben werden. Zudem wäre für ein Sanierungsprojekt die Unterstützung der privaten Anlieger nötig. Als Beispiel für eine gelungene Restaurierung nannte er die Mauer am Münster in Bad Doberan, das im Mittelalter als Zisterzienserkloster fungierte. Zunächst gelte es aber, die nötigen Vorarbeiten zu leisten. Ein Jahr rechnet Bauch allein für die Archivrecherche: „Das sind meine Hausaufgaben, die ich zu erledigen habe.“

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