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Mehr als 20 Architekten wollen den Ortskern planen

Kronshagen Mehr als 20 Architekten wollen den Ortskern planen

Jetzt geht die Ortskernentwicklung in Kronshagen in die heiße Phase. Mehr als 20 Nachfragen sind auf den europaweit ausgeschriebenen Architektenwettbewerb eingegangen. Am vergangenen Freitag war für die Bewerber Einsendeschluss.

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Noch sind in den Elac-Häusern an der Kieler Straße Asylbewerber untergebracht. Der Planungswettbewerb für die Neubebauung im Kronshagener Ortskern ist aber schon voll in Gange.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Wie viele davon schließlich am Wettbewerb teilnehmen, ist noch unklar. „Zunächst müssen die Unterlagen formal auf Vollständigkeit geprüft werden“, sagte Projektleiter Volker Zahn auf Nachfrage dieser Zeitung. Die Nachfragen kamen aus dem gesamten Bundesgebiet, eine sogar aus Portugal. Die Ausschreibung im EU-Amtsblatt war auf sechs Wochen begrenzt.

 Das Interesse der Fachwelt ist nicht gerade berauschend, aber ein größeres war angesichts des begrenzten Planungsraumes und der relativen Unbekanntheit Kronshagens kaum zu erwarten gewesen. Architektenbüros investieren bei Wettbewerben viel Zeit und Geld in der Hoffnung auf anschließende lukrative Aufträge. Diese stehen aber für den zentralen Bereich der Elac-Häuser an der Kieler Straße noch in den Sternen. Die Gebäude sind weder abgerissen, noch gibt es einen Investor für die Neubebauung zwischen Rathaus und Sparkasse. Aufträge locken zunächst vor allem für die Landschaftsplaner, die zügig Grünflächen und Straßen sowie Ladenzeile gestalten können.

 Nach Angaben von Volker Zahn wird das Auswahlgremium Anfang September aus den Einsendungen maximal zehn Büros aussuchen, die am Wettbewerb teilnehmen können. Die abgelehnten Bewerber haben anschließend innerhalb einer Frist Gelegenheit, Einspruch einzulegen. Die endgültigen zehn Büros werden am Freitag, 2. Oktober, zu einem Kolloquium nach Kronshagen eingeladen. Dabei wird ihnen die Aufgabe bei einer Ortsbesichtigung vorgestellt.

 Die Arbeitsphase beginnt am 5. Oktober. Gut einen Monat lang haben die Büros Zeit, Ideen für den zukünftigen Ortskern auszubrüten. Die Entwürfe müssen sie bis Freitag, 6. November, im Rathaus einreichen. Daran schließt sich eine erneute formale Vorprüfung für das Preisgericht an. Das Gremium tagt am Freitag, 27. November, und vergibt drei Preise. Kurz darauf wird das Ergebnis verkündet. Die Kronshagener können sich sämtliche Wettbewerbsbeiträge ab Donnerstag, 3. Dezember, 17 Uhr, im Rathaus anschauen. Die Entwürfe werden dort für mehrere Wochen ausgestellt. Für den Wettbewerb lässt die Gemeinde ein großes Massenmodell vom Ortskern anfertigen. Für die jeweils umzubauenden Flächen erhalten die Architekten Einsatzplatten, sodass deren Entwürfe immer im Gesamtzusammenhang betrachtet werden können.

 In der zweiten Januar-Hälfte beginnen die Verhandlungen mit den drei Preisträgern. Über die Auftragsvergabe berät der Bauausschuss voraussichtlich am 18. Februar, die Gemeindevertretung entscheidet am 8. März. Die Beschlussphase kann sich noch um eine Woche verzögern. Bereits in diesem Herbst will die Gemeinde die leer stehenden Wohnhäuser im Kathweg abreißen. Die markanten Elac-Häuser sind frühestens 2017 dran.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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