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Kletterturm für das Gewerbegebiet

Melsdorf Kletterturm für das Gewerbegebiet

Mit bis zu 500 Arbeitsplätzen rechnet die Kieler Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Ki Wi) im künftigen Interkommunalen Gewerbegebiet Rotenhof in Melsdorf. Obwohl die Erschließungsarbeiten noch nicht abgeschlossen sind, hat bereits das erste Unternehmen am Rotenhofer Weg mit dem Bau begonnen.

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Baubesprechung auf dem Interkommunalen Gewerbegebiet Rotenhof (von links): Planer Andreas Scheer, Steffen Pech, Schachtmeister der Firma Claus Wieben, Melsdorfs Bürgermeisterin Anke Szodruch (CDU) und Einar Rubin, Prokurist der Kieler Wirtschaftsförderung.

Quelle: Torsten Müller

Melsdorf. Möglicherweise noch bis zum Jahresende wird die Firma WM Fahrzeugteile ihre neue Halle beziehen. „Der Großhändler für Kfz-Ersatzteile schafft in Melsdorf 30 Arbeitsplätze und investiert rund 2,5 Millionen Euro in den Standort“, sagt Einar Rubin, Prokurist bei der Ki Wi. Beheizt wird die Lagerhalle mit Holzpellets. Gegenüber plant der Softwareentwickler Scheidt & Bachmann einen Neubau für 80 Mitarbeiter. Der Einzug ist für Mitte kommenden Jahres vorgesehen.

Das Gewerbegebiet mit 15 Hektar Nutzfläche wird aber nicht nur ein Ort des Arbeitens sein. Auch Spaß ist möglich. Nach Angaben von Rubin errichtet die Erste Trägergesellschaft, ein Anbieter für sozialpädagogische Einrichtungen, nicht nur Schulungsräume, sondern auch den mit bis zu 17 Metern höchsten Outdoor-Kletterturm des Landes. „Er ist auch für die Bevölkerung offen. Es werden Kletterkurse angeboten“, weiß Rubin. Die Firma investiert 2,5 Millionen Euro und beschäftigt am Standort 25 Mitarbeiter. Auch Kondi Karton aus Kronshagen, ein Großhändler für Verpackungsmaterial, zieht es nach Melsdorf. Insgesamt sind jetzt fünf Grundstücke verkauft und die restlichen zehn verbindlich reserviert. Wer jetzt noch Interesse zeigt, kommt auf die Warteliste. „Wir waren selbst überrascht, dass es so gut läuft“, sagt der Ki Wi-Mann. Autobahnanschluss, Bahn und Bus sowie die Nähe zu Kiel machen den Gewerbestandort attraktiv.

Das Glück der Verkäufer war den zwölf Beschäftigten der Firma Claus Wieben bei den im März begonnenen Erschließungsarbeiten nicht hold. Petrus setzte ihnen zu. „Ein Tag Regen sind drei Tage Ausfall“, rechnet Schachtmeister Steffen Pech vor. Wetterkapriolen und Lehmboden sorgten für häufige Schlammbäder. „Auf der Zielgeraden läuft uns die Zeit weg“, stellt Andreas Scheer vom Planungsbüro Levsen fest. Silvester als geplanter Fertigstellungstermin für die gesamte Erschließung wird nicht mehr zu halten sein. „Wir stellen bis dahin aber sicher, dass die Straße befahren werden kann. Jeder, der dann bauen will, kann kommen“, ist Scheer überzeugt. Restarbeiten, etwa bei den Gehwegen, werden wohl bis ins nächste Jahr reichen.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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