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Rohre weisen viele schwere Schäden auf

Melsdorf Rohre weisen viele schwere Schäden auf

Es ist wie ein Kriminalfilm in der Unterwelt – an jeder Ecke droht Gefahr. Dieses Bild vermittelte ein Videofilm aus der Kanalisation in der Melsdorfer Dorfstraße und beeindruckte die Mitglieder des örtlichen Planungs- und Finanzausschusses. Fazit: Es gibt auffällig viele schwere Schäden an den Betonrohren. Rasches Handeln ist aber auch aus einem anderen Grund erforderlich: Ab 6. August will der Kreis Rendsburg-Eckernförde die Fahrbahndecke erneuern.

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Viele Kanalrohre in der Dorfstraße in Melsdorf sind beschädigt - auch durch in den Boden geschossene Fremdleitungen.

Quelle: Ulrich Hauck

Melsdorf. Nicht nur die Hauptkanäle der Regen- und Schmutzwasserleitungen wurden mit einer Kamera inspiziert, sondern auch die 212 Anschlussleitungen. Dazu gehören Straßenabläufe für Regenwasser und Grundstücksentwässerungen. „Wir haben immer nur bis zu den Grenzen der privaten Grundstücke gefilmt“, versicherte Ingenieur Ulrich Hauck.

 Das Ergebnis ist erschütternd: Rohre sind eingebrochen oder versetzt, in den Kanälen liegen Steine und Scherben – Wasser versickert im Untergrund. Wegen der vielen Schäden und der hohen Kosten schlug der Planer eine Sanierung zunächst nur für die gravierendsten Fälle, die der Schadensklassen 4 und 5, vor. Die Kosten liegen im sechsstelligen Euro-Bereich, konkretere Zahlen wollte Hauck in öffentlicher Sitzung wegen der noch nicht beendeten Ausschreibung nicht nennen. Die Summe wird aber mächtig ins Kontor der Gemeinde schlagen. „Eine Wahl haben wir nicht. Wir müssen das machen“, sagt der Ausschussvorsitzende Henning Baasch (CDU).

 Wenn die Gemeindevertretung am 30. Juni grünes Licht für die Arbeiten gibt, muss im Juli mit Hochdruck gearbeitet werden, denn am 5. August will der Landesbetrieb Straßenbau mit der Erneuerung der Fahrbahndecke beginnen.

 Einige Rohrabschnitte lassen sich durch das Einziehen von Kunststoffschläuchen retten, bei anderen Schäden muss die Straße aber aufgegraben und der Kanal erneuert werden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Leitungen in einer Tiefe von vier bis fünf Metern liegen. Für den Fall, dass es bei den Bauarbeiten Hinweise gibt, dass Leitungen auch auf privatem Gelände beschädigt sind, sicherte der Planer zu, die jeweiligen Grundstückeigentümer zu informieren.

 An mindestens vier Stellen sind Regenwasserkanäle durch fremde Leitungen zerschossen worden, berichtete der Ingenieur. Die Verursacher werden ermittelt und müssen die Sanierung bezahlen.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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