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Chance für einen Nahversorger steigt

Ortsentwicklung Melsdorf Chance für einen Nahversorger steigt

Wen interessiert die Ortsentwicklung in Melsdorf? Gerade einmal sieben Bürger kamen am Mittwoch zur Sitzung der Gemeindevertretung, in der ein Planungsbüro Ergebnisse von Werkstattgesprächen und Workshops vorstellte. Unter anderem sieht die Planerin Chancen für die Ansiedlung eines Nahversorgers.

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Die Umgestaltung des Dorfplatzes in Melsdorf hat Priorität. Bürger wünschen sich mehr Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung.

Quelle: Torsten Müller

Melsdorf. Im März war der Prozess gestartet. „Die Beteiligung der Bürger war gut“, bilanzierte Bürgermeisterin Anke Szodruch (CDU). Der Abschlussbericht, den Stadtplanerin Camilla Grätsch vom Flensburger Büro GR Zwo vorstellte, umfasst 81 Seiten und hat auch noch einen umfangreichen Anhang.

„Melsdorf ist ein beliebter Wohnstandort mit ständigem Wachstum. Er bietet eine hohe Attraktivität für Familien“, hob die Planerin hervor. Doch das hat auch Folgen für die Infrastruktur: Eltern wünschen sich einen attraktiveren Pausenhof für die Schule, mehr Krippenplätze im Kindergarten und mehr Außengelände. Auch das alte Thema Sporthalle ist wieder auf der Tagesordnung. Die Einfeld-Schulsporthalle erfüllt keinen Wettkampfstandard; energetisch ist sie völlig veraltet. Der Wunsch nach einer Multifunktionshalle wird genauso laut wie der nach einer Umgestaltung des Dorfplatzes, der in seiner Nutzbarkeit als eher kümmerlich angesehen wird. Auch die Verbindung von dort zum Bahnhaltepunkt, der als großes Plus für Melsdorf angesehen wird, könnte besser gestaltet werden. Platzbedarf haben auch die freiwillige Feuerwehr und der Bauhof.

Obwohl die Gemeinde kräftig gewachsen ist, wünschen sich die Melsdorfer generationsübergreifend noch mehr Wohnraum – für jeden Geldbeutel. Mehr Einwohner, aber keine Nahversorgung außer einem Bäcker? Die Planerin sieht durch das neue Gewerbegebiet und die damit einhergehende Nachfragesteigerung die Chance zur Ansiedlung eines Nahversorgers steigen. Dafür ist eine Fläche zwischen der Feuerwache und der Bahnlinie vorgesehen. Anwohner äußerten jedoch Bedenken wegen der Erschließung. Entwicklungsbedarf signalisiert das Konzept auch für die Verbesserung des ÖPNV-Angebotes und des Informationsflusses innerhalb der Gemeinde.

Die Gemeindevertretung nahm die Ideensammlung einstimmig an. „Was davon Priorität hat, muss die kommende Vertretung entscheiden“, sagte Bernhard Wax (SPD).

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Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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