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Das Kita-Provisorium geht zu Ende

Kronshagen Das Kita-Provisorium geht zu Ende

Freude bei den „Eulen“ – das Provisorium geht zu Ende: Noch im Juli soll der Anbau für die Drei- bis Sechsjährigen an den Awo-Kindergarten im Wohngebiet Hühnerland in Kronshagen beginnen. Wenn alles gut geht, könnten die Elementarkinder im Oktober ihre Räume beziehen.

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Die „Eulen“ freuen sich - bald haben die Drei- bis Sechsjährigen mehr Platz: Der Anbau an den Awo-Kindergarten in Kronshagen soll im Juli beginnen und im Oktober fertig sein. Dann endet das räumliche Provisorium für die Eulen-Gruppe.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Eigentlich war der Anbau bereits vor einem Jahr geplant. Doch dann ging die Gemeinde bei der erhofften Förderung der auf etwa 300000 Euro kalkulierten Kosten durch den Kreis Rendsburg-Eckernförde leer aus. Ohne den Zuschuss von etwa 230000 Euro wollten die Fraktionen angesichts der defizitären Haushaltslage kein grünes Licht geben.

 Auch in diesem Jahr guckt die Gemeinde bei der Förderung in die Röhre, doch aus Rendsburg kamen zwei positive Signale: Kronshagen soll den Zuschuss im kommenden Jahr erhalten, und ein vorzeitiger Baubeginn gefährdet den Geldsegen nicht. Deshalb läuft die Planung jetzt auf Hochtouren. Ist der Anbau fertig, kann die Eulen-Gruppe von 14 auf 20 Elementarkinder aufgestockt werden. Dann wird die Kita auch eine Stunde länger, bis 16 Uhr, geöffnet sein.

 Weil die Nachfrage nach Betreuungsplätzen zunimmt, muss die Gemeinde auch an anderer Stelle nachlegen. Um Platz in der kirchlichen Kita Kopperpahler Allee 40 zu schaffen, werden die beiden Hortgruppen nach 36 Jahren unter einem Dach in die Eichendorff-Schule verlegt. Dort sind im zweiten Obergeschoss seit dem Auszug der Gemeinschaftsschule Räume frei.

 Der ursprüngliche Plan, in den bisherigen Räumen des Hortes eine altersgemischte Gruppe einzurichten, ist jedoch geplatzt. Die Heimaufsicht des Kreises gibt dafür kein grünes Licht, da die Räume nicht groß genug sind. Sie reichen jedoch für die Einrichtung einer weiteren Gruppe mit Kindern unter drei Jahren aus. Diese Lösung bietet finanzielle Vorteile: Die Gemeinde spart erhebliche Umbaukosten.

 Dennoch bleiben die Personalkosten für den Betrieb der neuen Krippe und des Hortes als künftige Außengruppe der Kita. Der Haupt- und Finanzausschuss gab jetzt insgesamt 90000 Euro frei. Künftig entstehen durch die beiden Einrichtungen Mehrkosten von 84000 Euro pro Jahr. Angesichts der Haushaltslage mahnt Thomas Kahle, CDU-Fraktionschef: „Wir müssen sehen, dass wir die Schere wieder zusammenkriegen.“ Ihn wurmt, dass in Berlin Gesetze beschlossen werden, die die Kommunen zu finanzieren haben.

 Gudrun Rempe (Grüne) betont das Positive: Kronshagen erfülle für alle Kinder den Anspruch auf einen Betreuungsplatz. Auch Georg Lentsch (SPD) sieht das Geld gut angelegt: „Für diese Schulden werden uns unsere Kinder nicht verdammen.“

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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