12 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Startschuss für den neuen Ortskern

Kronshagen Startschuss für den neuen Ortskern

Wo Geschichte war, startet Kronshagen jetzt in die Zukunft. Auf dem Gelände der ehemaligen Sackfabrik an der Seilerei beginnt die Ortskernentwicklung. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich gaben Gemeinde, Bauherren und Planer am Donnerstag grünes Licht für den Bau von 38 Miet- und Eigentumswohnungen.

Voriger Artikel
Inszeniertes Feuer im Tunnel
Nächster Artikel
Mann soll Nachbarskinder missbraucht haben

Symbolischer erster Spatenstich für den Bau von 38 Wohnungen in der Seilerei (von links): Bernd Hentschel (Wankendorfer), Bürgermeister Uwe Meister, Helmut Knüpp (Wankendorfer), Ingo Lodemann (Classic-Bau) sowie die Architekten Andreas Lundelius und Holger Petersen-Otto.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Auf dem 2700 Quadratmeter großen Grundstück heben Bagger in ein paar Tagen die Baugrube für zwei bis zu viergeschossige Wohngebäude mit Penthouse und einer gemeinsamen Tiefgarage für 36 Autos aus. Die Planung liegt bei den Architekten Andreas Lundelius und Holger Petersen-Otto aus Bredstedt. Für die Fassade sehen sie einen hellen Klinker vor. Erschlossen werden die Wohnhäuser über die Straße Seilerei. Im Herbst 2017 sollen sie bezugsfertig sein. Für manchen Kronshagener kam die Entwicklung jetzt recht plötzlich. In den öffentlich tagenden politischen Gremien war es um den konkreten Fortgang des Bauvorhabens mit einem Finanzvolumen von 8,35 Millionen Euro recht ruhig geworden.

 Die Investition stemmen die Kieler Classic-Bau und die Baugenossenschaft Wankendorfer gemeinsam. Hinter Ingo Lodemann, geschäftsführender Gesellschafter der Classic-Bau, liegen bewegende Jahre: Das Grundstück befand sich in den Händen einer GmbH; der Ankauf gestaltete sich als langwierig. Seine Firma errichtet im hinteren Bereich 23 Eigentumswohnungen, die von der Förde Sparkasse vermarktet werden. 2013 nahm die Gemeinde das Grundstück in das elf Hektar große Sanierungsgebiet Ortskern auf. Für den Abverkauf der Eigentumswohnungen ist der Eintrag im Grundbuch jedoch hinderlich, weil Käufer Mitschuldner wären. Die Loslösung ist in die Wege geleitet, da das Sanierungsziel mit der Neubebauung erreicht wird. Doch zunächst muss der Gutachterausschuss des Kreises die bereits 2013 in Auftrag gegebene Anfangswertermittlung abschließen. Sie ist Voraussetzung für Ausgleichszahlungen – in Sanierungsgebieten wird eine Wertsteigerung angenommen.

 Die Wankendorfer setzt mit dem Bau von 15 Mietwohnungen sozusagen den ersten Fuß auf Kronshagener Terrain. Auf den Bau von bezahlbarem Wohnraum legte die Gemeinde bei diesem Vorhaben großen Wert. Für neun öffentlich geförderte Wohnungen hat sie das Belegungsrecht. Vorstand Helmut Knüpp wies darauf hin, dass die Kaltmiete bei den öffentlich geförderten Wohnungen bei 5,65 Euro pro Quadratmeter liege; bei den frei finanzierten seien 9 Euro kalkuliert. Die Herstellung von Ersatzwohnraum ist Voraussetzung für den Abriss der ortsbildprägenden Elac-Häuser in der Kieler Straße. Voraussichtlich nach der Sommerpause wird die Gemeindevertretung im Zusammenhang mit dem Beschluss über den Rahmenplan diese Grundstücke zum Verkauf freigeben. Nach Angaben von Bürgermeister Uwe Meister steht bereits eine Handvoll Investoren in der Warteschlange.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3