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Mit der Canon auf Pirsch

Schierensee Mit der Canon auf Pirsch

Die Dämmerung ist seine Verbündete, ein Tarnnetz gehört immer in sein Gepäck: Aber wenn Joachim Arp aus Schierensee auf die Pirsch geht, müssen sich die Tiere in den Wäldern keine Sorgen machen. Arp jagt mit einer Kamera der Marke Canon. Sein neuer Kalender „Begegnungen“ ist gerade fertig geworden.

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Vorsichtig schaut der Dachs durch das hohe Gras - erwischt hat Joachim Arp ihn dennoch.

Quelle: Joachim Arp

Schierensee. 100 Stück hat Joachim Arp im Großformat drucken lassen, auf zwölf Seiten finden sich seine – meist tierischen – Begegnungen, die er im Lauf des Jahres macht, wieder. Ob es der flügelstarke Seeadler ist, der neugierige Dachs oder der königliche Damhirsch – Joachim Arp hat fast alles, was es dort gibt, schon einmal getroffen. Dafür pirscht er in den Wäldern rund um den Schierensee und liegt dort stundenlang auf der Lauer.

 Dabei ist ihm das Wetter egal. „Es muss nicht immer Sonne sein, auch der Nebel macht tolle Bilder“, weiß Arp. Vor vier Jahren begann alles mit den „Impressionen Naturpark Westensee“, Arps Kalender begeisterte nicht nur Naturfreunde. Daher legt er jedes Jahr einen Kalender auf, inzwischen mit einem neuen Namen: „Impressionen“.

 Allerdings hat Joachim Arp auch in seiner vierten Auflage wieder auf Bewährtes gesetzt. „Ich habe wieder versucht, alle Jahreszeiten abzubilden.“ Der passionierte Fotograf, der im Alter von 30 Jahren seine Waffe (viele Jahre hat sich Arp als Jäger engagiert) gegen die Kamera tauschte, ist inzwischen genauso viel mit der Kamera in der Natur unterwegs wie zuvor als Jäger. „Ich bin gern draußen, selbst wenn es kalt und windig ist. Allerdings merke ich manchmal, dass ich mich doch etwas wärmer anziehen sollte.“ Denn um das richtige Motiv zu bekommen,. muss er häufig stundenlang ausharren - auch bei schlechtem Wetter. „Das Froschbild konnte nur entstehen, weil ich mit einer Wathose bekleidet in dem Froschteich gesessen habe und ein Brett auf meinen Knien für die Kamera hatte. Das wurde ganz schön frisch“, erklärt der 67-Jährige mit einem Schmunzeln.

 Ähnlich schwierig sei auch die Aufnahme des Seeadlers gewesen, aber: „Manchmal hat man an einem Ansitz auch doppeltes Glück und bekommt zwei tolle Motive vor die Kamera.“ Ob Tarnzelt, Fotokanzel oder Sitzstock, ermöglicht wird die fotografische Ausbeute auch durch das Entgegenkommen der jeweiligen Revierinhaber. „Ich bin sehr froh darüber, dass ich mich dort aufhalten darf.“

 Begegnungen von Joachim Arp gibt es für 24 Euro im Café Zeit in Westensee, in der Bücherstube Flintbek, im Gasthof Zur Linde in Schierensee sowie bei Hugendubel in Kiel.

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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