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Tische für bunte Gemeinschaft

Dänischenhagen Tische für bunte Gemeinschaft

Die Arbeiten gingen Hand in Hand, nach eineinhalb Stunden stand das Ergebnis: In der Flüchtlingsunterkunft Bellevue in der Dänischenhagener Straße legten rund 25 Bewohner, freiwillige Helfer und die Sponsoren gemeinsam Hand an und errichteten aus den angelieferten Brettern eine Sandkiste und drei Picknicktische.

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Mit viel Spaß zu einem tollen Ergebnis: Der achtjährige Resul (links) und sein Bruder Jaser (4) packten beim Aufbau der Tische kräftig mit an. Nach der Arbeit kamen die Helfer und Bewohner bei Bratwurst und Kuchen zum Klönschnack zusammen.

Quelle: Lutz Timm

Dänischenhagen. Für die 31 Bewohner aus Eritrea, dem Iran, Mazedonien, Tschetschenien und Armenien entstand so dank der Spende des Unternehmers Jens-Uwe Beucke ein Ort für gemeinsame Treffen.

„Das ist total toll“, freute sich Isa Harneit, die Flüchtlinge ehrenamtlich betreut. „So kommen sie alle mal raus und können sich zusammen an einen Tisch setzen, auch wenn sie unterschiedliche Sprachen sprechen.“ Außerdem habe besonders der gemeinsame Aufbau viel Spaß gemacht. Die Stranderin, die sich mit ihren rund 40 Mitstreitern um Flüchtlinge im Amtsbereich Dänischenhagen kümmert, setzte durch den privaten Kontakt auch den Impuls bei Beucke. „Oftmals möchte man helfen, weiß aber gar nicht wie“, erzählte der Strander. „Da war ich froh, dass sie mich angesprochen hat.“ Er freue sich, dass er unterstützen kann, betont aber: „Viel wichtiger ist die Unterstützung vor Ort. Die Freiwilligen kümmern sich hier jeden Tag.“

Damit das Engagement in die richtigen Bahnen gelenkt wird, gibt es seit Februar mit Erwin Jordan einen Koordinator für die Flüchtlingshilfe im Amt. Zusammen mit den freiwilligen Helfern kümmert er sich um die insgesamt 48 Flüchtlinge im Amtsbereich. „Wir begleiten die Menschen bei Arzt- und Behördenbesuchen, oder sorgen für einen Übersetzer“, sagte Jordan. „Auch die Förderung sozialer Kontakte gehört dazu.“ Dazu bekomme jede Familie einen Paten zugewiesen.

Schwierig sei vor allem das geringe Angebot an Sprachkursen, vor allem für ältere Flüchtlinge, die nicht mehr schulpflichtig seien, erklärte Jordan. Daher bieten die Ehrenamtler ab Mai einen Deutschkursus in Dänischenhagen an. „Die Flüchtlinge bekommen die Möglichkeit, zwei Unterrichtseinheiten pro Woche zu bekommen. Ich bin sehr optimistisch, dass es gut läuft“, sagte Jordan.

Möglichst schnell Deutsch lernen, möchte auch Mohammed-Ali Seid. Der Eritreer spricht erst einige Worte, muss sich auf Englisch verständigen. „Wenn man die Sprache nicht spricht, kann man den Menschen und der Umgebung nicht näherkommen“, glaubt der 23-Jährige, der seit Februar in Deutschland ist. Doch um sein Studium fortsetzen zu können, müsse er gut Deutsch sprechen.

Insgesamt kommen 2015 noch 55 Flüchtlinge in den Amtsbereich. Dafür wird noch dringend Wohnraum gesucht, bekräftigte die leitenden Verwaltungsbeamtin, Sandra Westphal.

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