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Modellbörse - ein Paradies für Sammler

Nordmarkhalle Modellbörse - ein Paradies für Sammler

Ungeduldig warteten die Modellsammler am Sonntag kurz vor 11 Uhr vor dem Eingang der Nordmarkhalle in Rendsburg auf den Start der Modellbörse. Denn in der Halle breiteten über 50 Händler ihre Schätzchen aus - ein Paradies für Modelleisenbahner und automobilverliebte Sammler.

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Wolfgang Schmidt (von links) bietet Modellhäuser für die Spur N an. Bernd und Elke Reinhard sowie Lothar Hohmann stöbern für die heimische Eisenbahn.

Quelle: Sven Janssen

Rendsburg. „Hier kommen die Sammler hin“, sagt Michael Gelandt, der seit dem vergangenen Jahr die Börse organisiert. Zuvor war er fast immer als Händler dort. Der gelernte Kfz-Mechaniker sammelt Autos - und an den Anfang kann er sich noch gut erinnern. „Ich hätte mir einen Youngtimer kaufen und ihn in Schuss halten können“, erzählt er, dann hätte das Budget aber nur für ein Auto gereicht. Also habe er sich für das Modellsammeln entschieden, denn so konnte er alle seine Favoriten sein eigen nennen.

Bernd Reinhard bastelt seit über 40 Jahren an seiner gut 17 Quadratmeter großen Modellanlage und begutachtet am Stand von Wolfgang Schmidt Häuser. „Sie müssen zur Anlage passen“, sagt er, sowohl in der Größe für die Spur N als auch zur Zeit zwischen 1920 und 1960. „Ich möchte nicht, dass alles so zusammengewürfelt aussieht“, erklärt der Modelleisenbahner, der selbst an die gekauften Modelle noch Hand anlegt, um sie auf alt zu trimmen. „Ich bin viel auf Modellbörsen unterwegs, nicht immer nur um zu kaufen, sondern auch um neue Ideen zu sammeln.“

Auch bei Hermann Rachow aus Bark dreht sich fast alles um die Eisenbahn. Aus Platzgründen bietet der 74-Jährige seine Sammlerstücke an, die er gemeinsam mit seinem Sohn angeschafft hat. Ein Teil sticht ins Auge: ein alter Metallherd von Märklin - fast 40 Zentimeter breit und gut 20 hoch. „Die fast allen als Modellbahnmarke bekannte Firma hat früher auch viele Spielwaren hergestellt“, erklärt Rachow. Der Ofen sei zum 100-jähigen Spielwarenjubiläum entstanden und hat sogar ein Zertifikat, das seine Echtheit bestätigt. Ein echter Hingucker.

Wer Modelle abseits von Eisenbahn und Automobilen sucht, der muss im Bullentempel schon ganz genau hinschauen. Ein Stand bietet noch „Star Wars“-Raumschiffe und -Figuren aus Lego an, hier und da findet sich ein Flugzeug zwischen all den Fahrzeugen. Auch ein paar Bücher, meist über Oldtimer finden sich auf den Tischen. Es wird gefeilscht was das Zeug hält. Für die einen muss das so sein, für Rachow ist es ein Graus. „Da werde ich quasi gezwungen, die Preise 20 Prozent höher anzusetzen, damit der Kunde am Ende ein gutes Gefühl hat.“ Er würde liebe reale Preise aufrufen, dann würden auch nicht so viele Kunden die Nase darüber rümpfen, dass viele Preise an den Ständen recht hoch seien. Und so wird auch wohl auf der nächsten Modellbörse am 3. Oktober wieder kräftig gefeilscht werden.

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