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Paradies für Sammler

Rendsburg Paradies für Sammler

Fachsimpeln, kaufen, informieren - all’ das war möglich bei der Modellbörse in der Nordmarkhalle.

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Quelle: Beate König

Rendsburg. „Die hat ja noch Perlon-Haftreifen!“ Bernd Wagner schiebt die Brille hoch und studiert das Fahrwerk der Märklin-Lok GN800 mit dem Blick des Kenners. 600 Euro soll das edelste Stück am Stand von Bosse Schakat auf der Modellbörse in der Nordmarkhalle kosten, 500 Euro nach kräftigem Verhandeln. Zu viel für Wagner. Er belässt es beim Fachsimpel-Klönschnack.

 60 Händler hatten am zweiten Weihnachtsfeiertag ihre Stände im Erdgeschoss der Halle aufgebaut, sagt Michael Glandt, der für die zweite von ihm organisierte Börse schon einen Zusatzraum brauchte. An Bosse Schakats Stand gab es von der winzigen Ersatzglühbirne für die Lok-Scheinwerfer und Deko-Bäumchen für 50 Cent bis zum fertig gebauten Stadtteilelement als Diorama alles, was für Freunde der Eisenbahnen im kleinen Maßstab begehrenswert ist. Modellbahn-Teile für die Spurbreiten 4, Z, N, H0 und Spur 1 lagen auf den Schautischen aus oder wurden auf Nachfrage aus Kisten und Schachteln gezogen. „Meine Familie ist seit fast 30 Jahren, von Anfang an, dabei“, sagte der Bordesholmer. Der 22-Jährige übernahm die Tradition als Händler in zweiter Generation. „Ich sammle selbst seit 15 Jahren.“

 Für Bernd Wagner genau das richtige Gegenüber. Seit 45 Jahren ist der Schleswiger Sammler. „Ich komme aus einer Eisenbahner-Familie,“ erzählte der 65-jährige. Mit schwarzer Schiebermütze und dem vorn geknoteten Halstuch sieht er selbst wie ein alter Lokomotivführer aus. Die Liebe zu den Schienenfahrzeugen im Kleinformat begann für ihn beim Original. „Ich hab’ im Flensburger Bahnhof neben einer Dreizylinder-Dampflok gestanden, als sie anfuhr.“ Die zwei Meter hohen Räder in den Schienen knarren zu hören, „das war herrlich“, erinnert sich Wagner und schaut den Lokomotiven im Styropor so eindringlich auf die Räder, als könnten sie, wenn man es nur kräftig genug wünschte, das Gleiche.

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