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Moderne Verwaltungsakademie

6 Millionen Euro werden investiert Moderne Verwaltungsakademie

Die Nachwuchsschmiede der kommunalen Verwaltungen Schleswig-Holsteins wird modernisiert: Spätestens im Frühjahr 2017 soll der so genannte Variel-Bau der Verwaltungsakademie Bordesholm aus den 70er-Jahren, in dem überwiegend das Internat für die Auszubildenden zu finden ist, abgerissen werden und einem Neubau weichen.

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Der Betontrakt der Verwaltungsakademie aus den 70er-Jahren, hier vom Innenhof aus gesehen, soll im Frühjahr 2017 abgerissen werden.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Der Schulträgerverein, in dem die kreisfreien Städte und die anderen Kommunen ein Stimmrecht haben, hat die Investition im Januar einstimmig beschlossen. 6 Millionen Euro beträgt das Volumen. Seit einem Jahr planen die Verantwortlichen. Nun, nachdem die Finanzierungszusagen von Land und Bund vorliegen, können auch konkrete Schritte eingeleitet werden. „Die Zeit für einen Neubau war reif. Der Varielbau ist sanierungsbedürftig, es gibt kaum Isolierung und viele Wasserschäden“, machte Dr. Josef Konrad Rogosch, Leiter des Ausbildungszentrums des Landes in Altenholz, das auch für Bordesholm verantwortlich ist, deutlich. Er stellte am Montag zusammen mit dem Bordesholmer Studienleiter Ernst Halle erste Details vor. Der Trakt aus Betonfertigteilen, der derzeit 75 Betten mit dem Charme einer Jugendherberge mit Nasszellen auf dem Gang bietet, soll einem zeitgemäßen Gebäude mit Seminarräumen mit Aktivboard-Tafeln und 25 Internatszimmern weichen. „Diese 25 reichen nach unseren Berechnungen aus, weil wir im Neubau über ein 50 Betten-Haus verfügen und wir uns wegen des demographischen Faktors auch auf weniger Auszubildende einstellen“, so Ernst Halle.

 In der Akademie, die idyllisch am Bordesholmer See liegt, verbringen die Verwaltungsfachangestellen der Kommunen während ihrer dreijährigen Ausbildung einen sechswöchigen und einen zehnwöchigen Abschlusslehrgang, bei dem Internatspflicht besteht. Pro Jahr werden so 250 junge Nachwuchskräfte ausgebildet und lernen den Ort während der Woche kennen. Ob der Abriss im Frühjahr 2017 für Probleme bei der Unterbringung sorgen wird, ist unklar. „Das werden wir dann aber lösen“, so Halle. Zudem besuchen jährlich rund 100 Auszubildende anderer Berufe im öffentlichen Dienst die Schule. Und weitere 10000 Gäste (meist Tagesseminare) verbucht die Komma, das Kompetenzzentrum für Verwaltungsmanagement.

 Noch gibt es keine Pläne für den Neubau. Erste Schätzungen beziffern das Kostenvolumen aber auf 5,1 Millionen Euro samt Abriss. „Um es klarzustellen, wir wollen hier keine Nobelzimmer mit Wellness, sondern nur einen üblichen, guten Standard mit Nasszellen auf dem Zimmer“, machte Rogosch deutlich. In den vergangenen Jahren habe es bereits Beschwerden von Internatsbewohnern gegeben, so Halle. 900000 Euro sollen zusätzlich für energetische Maßnahmen investiert werden.

 Ziel des Schulvereins ist es, einen Generalunternehmer zu beauftragen. „Wir hoffen, im Herbst ausschreiben zu können“, betonte Halle. Der Studienleiter wird übrigens im Februar 2017 in den Ruhestand verabschiedet. Da er sich aber mit den Planungen am besten auskennt, soll er für die Bauphase auch über seine Pensionierung hinaus als „Sonderbeauftragter“ tätig sein. „Sonst müsste sich der neue Seminarleiter im Februar in Akten von zwei Jahren einarbeiten“, sagte Rogosch.

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