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Museum macht Spaß

Kita Meimersdorf nutzt das Freilichtmuseum Molfsee, um Kinder zu betreuen Museum macht Spaß

Aus der Not eine Tugend machen, so könnte das Motto für die Kindertageseinrichtung Meimersdorf derzeit heißen. Denn: „Bei der Sanierung der ehemaligen Dorfschule, in der die Kita untergebracht ist, wurden die großen Schäden an den alten Stahlprofilen erst während der laufenden Arbeiten erkannt. Um schnell die Sanierung abschließen zu können, musste ein Teil der Kita umziehen“, erklärte die Kieler Stadträtin für Bildung, Jugend und Kreative Stadt Renate Treutel bei einem Ortstermin am Mittwoch im Freilichtmuseum Molfsee. Dort haben 44 Kita-Kinder seit Anfang Juni ein neues Zuhause gefunden – ein ungewöhnliches Projekt hat sich dort entwickelt, das nun offenbar Nachahmer sucht.

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Die Kinder der Kita in Meimersdorf fühlen sich im Freilichtmuseum Molfsee wohl, eine Gruppe – hier lässt sich eine Gruppe in die Flechtkunst mit Korbflechtmeisterin Christin Sell (rechts) einweisen. Zu Gast ist Museumsdirektor Wolfgang Rüther, die Kitaleiterin Catrin Marquardt sowie die Kieler Stadträtin für Bildung, Jugend und Kreate Stadt Renate Treutel (sitzend).

Quelle: Sorka Eixmann

Molfsee/Kiel. Molfsee/Kiel. Aus der Not eine Tugend machen, so könnte das Motto für die Kindertageseinrichtung Meimersdorf derzeit heißen. Denn: „Bei der Sanierung der ehemaligen Dorfschule, in der die Kita untergebracht ist, wurden die großen Schäden an den alten Stahlprofilen erst während der laufenden Arbeiten erkannt. Um schnell die Sanierung abschließen zu können, musste ein Teil der Kita umziehen“, erklärte die Kieler Stadträtin für Bildung, Jugend und Kreative Stadt Renate Treutel bei einem Ortstermin am Mittwoch im Freilichtmuseum Molfsee. Dort haben 44 Kita-Kinder seit Anfang Juni ein neues Zuhause gefunden – ein ungewöhnliches Projekt hat sich dort entwickelt, das nun offenbar Nachahmer sucht.

 „Wir benötigten eine wohnortnahe Alternative für die Betreuung der Kinder und kamen auf das Freilichtmuseum. Bei Museumsdirektor Wolfgang Rüther liefen wir mit dem Wunsch offene Türen ein“, erinnerte sich Kita-Leiterin Catrin Marquardt an den ersten Kontakt. Ressentiments gab es allerdings bei einigen Eltern, die ihre Kinder nicht in die Museumsgruppe geben wollten. „Doch inzwischen bereuen die meisten ihre Entscheidung, denn die Kinder sind genau wie die Erzieherinnen begeistert von ihrer Übergangs-Unterbringung“, betonte Marquardt.

 44 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren toben täglich in der Zeit von 8 bis 14 Uhr im Museumsgelände herum und verbreiten dabei viel Heiterkeit – auch beim Hausherrn. „Ich gucke mir morgens gern den Nachwuchs in den Warnwesten an“, freute sich Rüther an den jungen Museumsgästen. „Ich denke, das nimmt den Kindern die Berührungsängste, die sie sonst vielleicht in einem Museum haben. Hier werden spielerisch Hemmungen abgebaut.“ Und nicht nur das, es wird auch einiges gelernt, denn: „Die Museumshandwerker sind ebenfalls tolle Gastgeber“, erklärte Erzieherin Melany Bodendorfer, die am Mittwoch mit ihrer Gruppe zu Gast bei Korbmachermeisterin Christin Sell war. Dort wurde fleißig gewickelt und gewerkelt, unter Anleitung der Expertin entstanden kleine Körbchen. „Wir waren auch schon in der Töpferkate, auch die tierischen Bewohner des Museums sind immer einen Besuch Wert“, so Bodendorfer.

 Ein Container mit den notwendigen Utensilien wurde ebenfalls aufgestellt, bei gutem Wetter wird draußen gegessen, bei schlechtem Wetter darf auch mal ein historisches Haus genutzt werden. Bis zu den Sommerferien – dann ist die Sanierung in Meimersdorf abgeschlossen – werden die Kita-Kinder noch Gäste im Museum sein. Fortsetzung nicht ausgeschlossen, denn: „Wir können uns eine Kooperation mit dem Museum gut vorstellen“, betonte Treutel. „Da braucht man erst einen Schaden, um so eine gute Idee zu entwickeln.“

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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