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Gegner warnen vor Windpark

Molfsee Gegner warnen vor Windpark

Fünf 200 Meter hohe Windräder direkt vor der Haustür, mit Rotor-Blättern, die zum Dauerpanorama am Freilichtmuseum und im Eidertal werden könnten – mit drastischen Fotomontagen brachte die Bürgerinitiative Windvernunft aus Meimersdorf ihren Molfseer Nachbarn nah, welche Folgen die Planung des Windparks bei Christiansruh haben kann.

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BI-Vorsitzender Mathias Werner erläuterte 40 Zuhörern, was die Gründung der Initiative auslöste.

Quelle: Beate König

Molfsee. BI-Vorsitzender Mathias Werner erläuterte 40 Zuhörern, was die Gründung der Initiative auslöste: „Wir sind nicht gegen Windenergie, wir halten den Windindustriepark für ein Prestigeobjekt der Stadt Kiel.“

Aus Webers Sicht gibt es in der Planung des Windparks, den die Stadt Kiel und die Gemeinde Flintbek seit 2009 vorantreiben, Ungereimtheiten und Unwägbarkeiten. Gesundheitliche und finanzielle Schädigungen der Anwohner wurden nicht ausreichend berücksichtigt. Er schätzt, dass Immobilien in Windparknähe deutlich an Wert verlieren.

„Schleswig-Holsteins Strom kann zu 100 Prozent von den 3300 Windkraftanlagen im Land erzeugt werden. Die fünf neuen Windräder würden dazu lediglich 0,15 Prozent Energie beitragen. Sie werden nicht gebraucht“, argumentiert der BI-Vorsitzende.

 „Die 200-Meter-Anlagen wurden vorher nicht erprobt, sie sind Neuentwicklungen“, sagt Werner. Die Angaben zur erwartbaren Lautstärke des Rotorgeräuschs beruhen nicht auf Messungen neutraler Gutcheter. „Die macht der Hersteller.“

Die Bemessungsgrundlage für zu erwartende Windkraft-Anlagen-Geräusche ist die Technische Anweisung (TA) Lärm von 1998. Aus Webers Sicht geht die TA von veralteten Parametern für 100 Meter hohe Anlagen aus. Man ging davon aus, dass sich Schall punktförmig ausbreitet und maß am Boden. „Die Rotornabe liegt bei den geplanten Anlagen in 130 Meter Höhe, die Rotoren, deren Spitzen bis zu 600 Kilometern Tempo erreichen, erzeugen einen zylindrischen Lärmkorridor.“

Molfsees Gemeindevertreter sprachen sich zwei Mal gegen die Ansiedlung des Windenergieparks aus, berichtete Bürgervorsteher Rolf Dieter Güth. Cornelia Conrads (FDP) Fazit: „Wir müssen wie die 68-er auf die Straße gehen und in breiter Masse gegen einen Windindustriepark im Kieler Süden demonstrieren.“ Anwohnerin Kirstin Röstel wünschte sich weitere Informationen. „In Molfsee-Dorf ist davon gar nichts bekannt.“

Werner gibt sich wehrhaft: Sollten öffentliche BI-Aktionen die Politik nicht umstimmen, „gehen wird bis vors Bundesverwaltungsgericht.“

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