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Neue, tierische Ideen im Freilichtmuseum

Molfsee Neue, tierische Ideen im Freilichtmuseum

Mit neuen, tierischen Ideen geht das Freilichtmuseum Molfsee in den Sommer: Shorthorn-Rinder beweiden eine Fläche und ein Streichelgehege mit Ziegen wurde eingerichtet. Der Grund: Zu historischen Häusern gehören nicht nur Menschen, sondern auch Tiere.

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Eine Streichelwiese soll die Tiere den Besuchern näher bringen. Museumsleiter Wolfgang Rüther (links) und Nils Kagel gehen auf Tuchfühlung mit den Zwergziegen.

Quelle: Sorka Eixmann

Molfsee. "Das Freilichtmuseum verbindet man immer mit historischen Häusern", erklärt Museumsleiter Wolfgang Rüther. "Und Häuser verbindet man immer mit Menschen", fügt er hinzu. Doch genau das sei früher anders gewesen, denn: "Früher lebten Mensch und Tier unter einem Dach, und zwar lebten die Menschen mit ihren Nutztieren unter einem Dach."

Die Symbiose Mensch und Tier sei auch für das Freilichtmuseum ein Thema, denn es gehört zusammen. "Wir haben uns mit einem Landwirt aus Molfsee zusammengetan, der Shorthorn-Rinder hat. Von dieser alten Rasse weiden derzeit drei junge Färsen im Museum, demnächst werden noch drei Muttertiere mit Kälbern dazukommen", fügt Rüther noch hinzu. Diese Kooperation ist das Museum eingegangen, weil die Versorgung der Tiere im Winter - da kommen sie in ihren Heimatstall - sowie an Sonntagen gewährleistet sein muss.

"Tierhaltung kennt keine Öffnungszeiten, die Tiere müssen immer versorgt sein", gibt Rüther in dem Zusammenhang zu bedenken. Das gilt auch für die Ziegen im neuen Streichelgehege. Dafür ist Museumslandwirt Uwe Jansen zuständig. "Dort können große und auch kleine Besucher mit den Tieren auf Tuchfühlung gehen und auch Ängste abbauen." Allerdings sei das Gehege so konzipiert, dass die Ziegen sich jederzeit zurückziehen können, wenn sie nicht gestreichelt werden wollen. Das Tierwohl stehe im Vordergrund.

Am Sonntag, 11. Juni, wird es ganz tierisch im Museum: Beim Schaf- und Ziegentag gibt es Informatives zur Schafhaltung. Beim Scheren und Hüten der Tiere kann zugesehen werden, außerdem werden Spinnerinnen ihr Handwerk präsentieren.

Von Sorka Eixmann

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