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Rückschlag bei Unterbringung von Flüchtlingen

Kronshagen Rückschlag bei Unterbringung von Flüchtlingen

Es war der mögliche Joker für die Unterbringung von vielen Flüchtlingen in Kronshagen – jetzt ist er verspielt. Beim Erwerb des ehemaligen Telekom-Gebäudes hat die Gemeinde den Kürzeren gezogen. Nach Informationen dieser Zeitung schnappte eine Immobilienfirma aus Molfsee den fetten Fisch weg.

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Die Gemeinde Kronshagen kam nicht zum Zuge: Das ehemalige Telekom-Gebäude wurde von einer Molfseer Immobilienfirma erworben.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Hinzu kommt eine weitere Hiobsbotschaft: Auf dem umstrittenen Spielplatz in der Bürgermeister-Drews-Straße können voraussichtlich keine Wohncontainer aufgestellt werden.

Wie berichtet, beabsichtigte die Gemeinde, das leer stehende Telekom-Gebäude am Posthorn in nachbarschaftlicher Zusammenarbeit mit der Stadt Kiel zum großen Asyl-Standort zu entwickeln. Darüber waren bereits interkommunale Gespräche geführt worden. Aus dem Vorhaben wird wohl nichts, es sei denn, die Immobilienfirma böte nun ihrerseits das Bürogebäude zur Miete an.

Im Rathaus wird weiterhin daran gearbeitet, kleinere Standorte für die Unterbringung von Asylbewerbern zu finden. Eine Bürgerinitiative ist allerdings gegen die Bebauung des Spielplatzes in der Bürgermeister-Drews-Straße Sturm gelaufen. Sie übergab der Gemeinde 385 Unterstützer-Unterschriften. In diesem Zusammenhang löste die aktuelle Vorlage der Verwaltung für diesen Dienstag zur gemeinsamen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses mit dem Sozialausschuss in politischen Kreisen Verwunderung aus. Bürgermeister Uwe Meister schlägt darin vor, auf die Aufstellung von Wohncontainern auf dem Spielplatz vorerst zu verzichten.

Ist das eine Folge des starken Gegenwinds der Anwohner? Thomas Kahle (CDU), Hauptausschussvorsitzender, widerspricht deutlich: „Es soll keiner glauben, dass wir uns davon beeindrucken lassen.“ Politisch einvernehmliche Lösungen ließen sich nicht dadurch zurückdrehen, dass laut geschrien werde. Bürgermeister Uwe Meister führt einen anderen Grund für den Strategiewechsel an: Auf dem großen Spielplatz will die Gemeinde auch Sozialwohnungen errichten. Mögliche Anbieter, so Meister, hätten bei einem Ortstermin jedoch klargemacht, dass ein solches Vorhaben nur verwirklicht werde, wenn keine Container auf dem Gelände stünden.

Keine Probleme sieht die Verwaltung dagegen bei der zeitlich befristete Aufstellung von Containern auf dem Bolzplatz an der Tegelkuhle. In den 90er Jahren gab es dort schon einmal eine Unterkunft. Der Doppelausschuss muss allerdings entscheiden, ob die Containeranlage ein- oder zweigeschossig errichtet wird, also mit 30 oder 60 Plätzen.

Aufgrund der Forderung von Anwohnern aus der Bürgermeister-Drews-Straße prüft die Verwaltung erneut den Standort des ehemaligen Grandsportplatzes am Suchsdorfer Weg. Er war bisher ausgeschlossen worden, weil dort keine Ver- und Entsorgungsleitungen liegen und eine Anbindung hohe Kosten verursachen würde. Zudem müssen planungsrechtliche Probleme gelöst werden: Noch ist das brach liegende Gelände als Sportfläche ausgewiesen.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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