12 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Spoorendonk auf Schatzsuche

Museum in Nortorf Spoorendonk auf Schatzsuche

Im kulturpolitischen Dilemma: Kulturministerin Anke Spoorendonk besuchte am Montag das Museum in Nortorf und betonte, nicht jedes kleine Museum sofort breit unterstützen zu können. Erfreut und beeindruckt entdeckte sie aber einen Schatz nach dem anderen.

Voriger Artikel
Landschafe zeigen sich in der Arche
Nächster Artikel
L318 ist zum Bauernmarkt wieder frei

Anke Spoorendonk lässt sich von Museumsleiter Lutz Bertram der Musikbox zeigen.

Quelle: Saric

Nortorf. Die Augen der Landespolitiker scheinen auf die Mitte Schleswig-Holsteins gerichtet zu sein. Genauer: auf das Nortorfer Museum. Nach dem Besuch von Ministerpräsident Torsten Albig vor drei Wochen kam am Montag auch Kulturministerin Anke Spoorendonk in die Stadt, um sich die Sammlung rund um die Schallplattenindustrie und das ehemalige Nortorfer Teldec-Werk zeigen zu lassen.

 „So eine müssten wir auch im Ministerium haben“, rutschte es Anke Spoorendonk spontan heraus, als Museumsleiter Lutz Bertram ihr eine Musikbox und deren Innenleben zeigte. Die Ministerin konnte sich gar nicht entscheiden, welchen der vielen Titel sie auswählen sollte und erinnerte sich in dem Zuge an eine „heiße Rock-Szene“ im dänischen Kopenhagen. Sie selbst sei natürlich nicht dabei gewesen, verkündete sie lachend und wollte dann gerne „den goldenen Elvis“, die Platte mit dem Fehler in der Gravur, sehen.

 Spoorendonk war der Einladung von Torben Ackermann (CDU-Fraktion Nortorf) gefolgt. „Für mich ist es wichtig zu sehen, welche Schätze wir im Land in den kleinen, privaten Museen haben.“ Die Ministerin sprach von dem „Dilemma“, in dem sie sich kulturpolitisch befände, nicht jedem Museum sofort breite Unterstützung anbieten zu können. „Das ist nicht nur eine Schallplattensammlung“, räumte sie ein. Bürgermeister Horst Krebs erklärte: „Hier gibt es Gerätschaften, die sind nicht nur einmalig in Deutschland, sondern in der Welt.“ Interessiert lauschte die Kulturministerin Bertrams Ausführungen über die Geschichte der Schallplatte, der Produktionstechniken und Randerscheinungen wie das „Tefifon“. Diesen kleinen Kunststoffkasten, der einst der Schallplatte Konkurrenz machen sollte und vom Band bis zu vier Stunden Musik abspielen kann, fand die Ministerin spannend, zeigte jedoch noch größeres Interesse an der Firmengeschichte des Teldec Werks sowie der wirtschaftlichen und industriellen Bedeutung für Schleswig-Holstein.

 „Auf der einen Seite ist es faszinierend, die Entwicklung der Schallplatte zu sehen, auf der anderen Seite ein Stück bedeutende Industriegeschichte Schleswig-Holsteins“, so Spoorendonk und legte gesteigerten Wert auf die Zeit des Nationalsozialismus und nach 1945. Sie wies auf die Gefahr hin, dass Wissen durch den Generationswechsel wegfalle. „Ich kann mir schon ausmalen, was man hier machen könnte.“ Dennoch sei es realistisch, in kleinen Schritten vorwärts zu gehen. „Das wird noch ein langer Weg sein.“ Das Ministerium könnte vor allem beratend tätig werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Eckernförder Bucht

Schiffspositionen in
der Eckernförder Bucht,
dem NOK & der Ostsee

Anzeige