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Katzenliebhaber quält die Ungewissheit

Flintbek Katzenliebhaber quält die Ungewissheit

Die Mienen der Menschen, die sich an der Festwiese in Flintbek trafen, waren betrübt. Sie alle wohnen in unmittelbarer Nähe und vermissen seit geraumer Zeit ihre Katzen. Alle Tiere waren über Jahre in den Haushalten, die Ungewissheit über den Verbleib macht die Besitzer unglücklich.

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 Sie suchen seit Wochen nach ihren Tieren: (von links) Gaby Bönig, Louis Behr, die Kinder Mariella und Marlon von Mareike Dickmann sowie Undine Stoll mit Leonie und Lea.

Quelle: Sorka Eixmann

Flintbek. Doppelt betroffen ist Familie Behr aus dem Hasselbusch. „Zuerst verschwand unser Kater Bruno. Am Freitag, 31. Juli, haben wir ihn zum letzten Mal gesehen“, erzählte der zwölfjährige Louis Behr. Zuerst hat die Familie gedacht, das gute Sommerwetter hat den kleinen Grau-Getigerten einfach nur einen längeren Ausflug machen lassen. „Doch dann wurden wir unruhig und fingen an, ihn zu suchen. Ohne Erfolg“, so Jürgen Behr. Louis hat sogar beim Zirkus gefragt, der ein paar Wochen auf der Festwiese gastiert hat. „Aber die haben ihn auch nicht gesehen“, sagt Louis. Fünf Tage später verschwand dann auch die Mutter von Bruno, die ebenfalls grau-getigerte, acht Jahre alte Findi.

 „Das ist nun wirklich schrecklich, besonders für Louis. Die Katze hat immer bei ihm geschlafen“, ist Sabine Behr betrübt. Durch das Suchen im Bereich der Festwiese und einen Post im Flintbeker Netzwerk wurde schnell deutlich, dass es sich bei dem mysteriösen Verschwinden der Behrschen Katzen um keinen Einzelfall handelt.

 Auch Gaby Bönig aus dem Kibitzredder vermisst seit Ende Juli ihren Kater Mäuschen. „Er ist zwölf Jahre alt, gechipt und bei Tasso, der Datenbank für registrierte Tiere, angemeldet“, erklärt Bönig. Im ersten Moment habe sie sich keine Sorgen gemacht, das gute Wetter verleite Katzen dazu, etwas länger draußen zu sein. „Aber mehr als zwei oder drei Nächte, das ist noch nie passiert.“ Sie fertigte Plakate an, denn Mäuschen ist bei Tasso registriert – ohne Erfolg.

 Traurig ist auch Undine Stoll aus dem Schurkamp. Auch ihre Familie vermisst eine Katze, und zwar seit zehn Tagen Kater Terry. Das besondere Merkmal des vierjährigen schwarzen Katers seien die grünen Augen. „Das hat er noch nie gemacht, meine Kinder sind ganz unglücklich“, sagt die Mutter von Leonie und Lea. Auch Mareike Dickmann aus dem Hasselbusch kann sich keinen Reim darauf machen, warum Katze Julie nach einem Ausflug nicht mehr zurückgekommen ist. „Wir vermissten unsere Kleine bereits seit dem Ende der Kieler Woche.“

 Die Häufung der Fälle ist ungewöhnlich, das bestätigt auch Elisabeth Haase vom Kieler Tierheim. Sie kann den Besitzern aber auch Ängste nehmen: „Dass Katzen für Tierversuche gefangen werden, kann heute ausgeschlossen werden, denn mit völlig unbekannten Straßenkatzen würde jede Versuchsreihe kaputtgehen.“ Auch die Angst, dass Tiere zu Katzenfellen verarbeitet werden, sei unbegründet. „Der Markt wird durch das Ausland bestückt.“ Häufig werde auch Neugier der Vierbeiner zu einem Problem, denn: „Sie schauen in fremde Keller und Schuppen und schon wird eine Tür verschlossen.“

 Der Bauhof Flintbek, der für die Entsorgung von toten Tieren zuständig ist, hat seit mehreren Wochen keine tote Katze gefunden. Umso mysteriöser bleibt das Verschwinden im Bereich Schurkamp.

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
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