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Mann aus Brügge malt Plakat gegen AfD

Nach Gasthofbesuch Mann aus Brügge malt Plakat gegen AfD

Mit einem großen Schild protestierte Heinz Sander gegen ein Grünkohlessen von AfD-Mitgliedern am Wochenende in Stoltenbergs Gasthof in Brügge. Gastwirt Eugen Pinkenburg wehrt sich gegen den Vorwurf, der populistischen Partei einen Raum gegeben zu haben.

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Noch verteidigen sie die Rote Linie

Mit einem selbstgebauten Schild vor seinem Haus protestiert Heinz Sander gegen ein AfD-Grünkohlessen im örtlichen Gasthof.

Quelle: Sven Tietgen

Brügge. Über seinen Onkel in Boostedt hatte Heinz Sander in der vergangenen Woche von dem Grünkohlessen der AfD in Brügge erfahren. Daraufhin rief der 68-jährige Heizungsbaumeister den Gastwirt an und machte deutlich, dass er den Besuch der AfD-Mitglieder nicht gut findet. Eugen Pinkenburg widersprach, das Grünkohlessen sei nicht als Parteiveranstaltung angemeldet worden. Die 18 Teilnehmer hätten sich privat angemeldet. Er könne nicht bei jeder Gruppenanmeldung nachfragen, ob sie einer rechts- oder linkspopulistischen Partei angehören würden. Offizielle Anfragen der AfD für regelmäßige Veranstaltungen hatte Pinkenburg in den vergangenen Jahren stets abgelehnt.

Heinz Sander baute nach dem Gespräch ein zwei Meter großes Schild, beschriftete es mit den Worten „AfD = Nazis, Ihr seid hier nicht willkommen“, unterschrieb es mit seinem Namen und stellte es vor seinem Haus auf – gut sichtbar an der vielfrequentierten Dorfstraße. Den Vergleich findet der Selbstständige passend. AfD-Sprüche wie „Deutschland den Deutschen“ seien auch Bestandteil der Nazi-Diktatur gewesen. Sander erinnerte daran, dass nach dem zweiten Weltkrieg Millionen Flüchtlinge aufgenommen und integriert wurden.

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