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Die Fahrbücherei kehrt zurück

Nach einem Jahr Pause Die Fahrbücherei kehrt zurück

Möglicherweise schon in der zweiten Jahreshälfte wird der Bücherbus wieder in Wattenbek halten. Mit zehn Ja-Stimmen beschloss die Gemeindevertretung am Mittwoch, diesen Service wieder einzurichten. Erst im Sommer 2015 war mit knapper Mehrheit ein Verzicht ab 2016 beschlossen worden.

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Der Bücherbus der Fahrbücherei wird möglicherweise schon im Herbst wieder in Wattenbek Station machen.

Quelle: Sven Tietgen

Wattenbek. Die Fraktionen WfW und KWW hatten die Fahrbücherei wieder zum Thema gemacht. „Das Echo war groß. Wir sind von vielen angesprochen worden“, berichtete Thomas Haese (WfW). Als Kommune habe man einen Bildungsauftrag. „Wir haben damals genau das Verkehrte gemacht. Dazu sollten wir stehen und es verändern“, so Volker Techow (KWW). Viel Applaus erhielt der Beschluss von den 15 anwesenden Zuhörern. Vor allem Kindergartenleiterin Marina Eyler dankte. „Unsere 100 Kinder werden sich freuen, sie waren traurig, dass der Bus nicht mehr gekommen ist.“

 Unumstritten ist die Fahrbücherei aber trotzdem nicht: Neben einer Enthaltung aus der WfW-Fraktion, stimmten die vier anwesenden AfW-Mitglieder dagegen. Torsten Föh betonte, dass das Angebot zwar wünschenswert, aber die finanzielle Belastung von 7000 Euro pro Jahr für die geringe Zahl von 56 Nutzern hoch sei. Zudem erinnerte Norbert Bruhn-Lobin daran, dass die Gemeindebücherei Bordesholm nur knapp zwei Kilometer von Wattenbek entfernt sei. Das Geld für den Bücherbus werde für andere Zwecke fehlen.

 Susanne Stökl, Leiterin der „rollenden Bücherei“, betonte auf Nachfrage, dass die Gemeinde eventuell schon im Spätsommer wieder in den Fahrplan integriert werden könnte. Zusammen mit der Kindergartenleiterin Eyler überlegt sie auch, die Haltezeit am Kindergarten in der Rosenstraße von ehemals 10.45 auf 14.30 Uhr zu verlegen. „Das ist Abholzeit, und so könnte man vielleicht Eltern und Kinder zu einem gemeinsamen Besuch animieren“, meint Eyler. Ziel ist, die Zahl der Nutzer in Wattenbek zu erhöhen. Die Landschule an der Eider soll dabei mit ins Boot geholt werden.

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Ein Artikel von
Frank Scheer
Holsteiner Zeitung

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